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New York Times: Apple-Topmanager geht nach iPhone-Empfangsproblem

09.08.2010 | 06:51 Uhr |

Nach der Kritik an möglichen Empfangsproblemen beim neuen iPhone 4 hat der Apple-Topmanager Mark Papermaster seinen Hut genommen.

Wie die "New York Times" am Samstag berichtete, hat Apple-Sprecher Steve Dowling dessen Abgang bestätigt. Papermaster, in der Apple-Spitze verantwortlich für das iPhone und den MP3-Player iPod, verlasse das Unternehmen; Bob Mansfield, bislang zuständig für die Mac-Hardware, übernehme seine Aufgaben. Der "New York Times" zufolge ist unklar, ob Papermaster seinen Posten selbst zur Verfügung gestellt hat oder ob er entlassen wurde.

Mit dem iPhone 4 hatte Apple den erfolgreichsten Produktstart seiner Firmengeschichte geschafft. Bald nach dem Verkaufsstart Ende Juni geriet Apple aber wegen möglicher Empfangsprobleme in die Kritik. Apple-Chef Steve Jobs hatte entsprechende Berichte in den Medien und im Web allerdings als "völlig unverhältnismäßig" gewertet und darauf hingewiesen, dass bei quasi jedem Smartphone das Empfangssignal etwas abnehme, wenn man es fest in die Hand nehme.

Das Wall Street Journal meldet, dass Papermaster sich mit Steve Jobs verkracht habe und "kulturelle Inkompatibilität" ein wichtiger Grund für seinen frühen Abgang sei. Papermaster hatte die Stelle erst im April 2009 angetreten. Der Hardwaremanager kam von IBM, zudem gab es einen längeren Rechtsstreit zwischen Apple und IBM um diese Personalie.

Laut internen Dokumenten, die das Blog Apple Insider veröffentlich hatte, war Mark Papermaster ohnehin nicht Apples erster Wunschkandidat für den Posten als iPhone-Verantwortlicher. In einer Einschätzung von Bob Mansfield lag Papermaster nur auf Position sieben.

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