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Apple: Auch Nokia kennt Antennenproblem

22.07.2010 | 07:20 Uhr |

Zwar beteuert Nokia in einer Pressemitteilung, dass Antennenleistung über Gehäusedesign gehe, aber das Update von Apples Vergleichsseite von Smartphones zeigt jetzt auch ein Nokia-Modell samt "Todesgriff" und abfallender Signalstärke.

Nokia N97 Todesgriff
Vergrößern Nokia N97 Todesgriff

Wenn der Handy-Hersteller Nokia glaubte, bei Apples Vergleichen der allgemeinen Antennen-Problemen von Smartphones glimpflich davon gekommen zu sein, hat sich die Firma zu früh gefreut. Nach dem Update von Apples Webseite zum Vergleich von Antennen-Leistung verschiedener Smartphones ist dort jetzt auch das Handy Nokia N97 Mini aufgeführt, samt "Todesgriff" und Darstellung der verminderten Signalstärke. In der Pressekonferenz von letzter Woche hatte Steve Jobs lediglich die Konkurrenten RIM, HTC und Samsung als Vergleiche angeführt.

Nokia hat im Umfeld der Diskussion um das iPhone 4 und die schwankende Signalstärke vorbeugend folgende Pressemitteilung herausgebracht: "[...] Nokia hat tausende von Stunden für Verhaltenstudien investiert, inklusive der Handpositionen von Handy-Nutzers, wenn sie Anrufe tätigen, Musik abspielen, das Internet Nutzer uns so weiter. Und wie es von einer Firma zu erwarten ist, die sich darauf spezialisierte, Leute in Verbindung zu bringen, hat Nokia im Zweifelsfall immer auf Antennenleistung und nicht nur Gehäuse-Design gesetzt. [...] "

Nokia hat Apple zwar nicht beim Namen genannt, aber es ist klar, dass diese Pressemitteilung als Verteidigung gegen Jobs Mutmaßung, dass alle Smartphones unter dem Antennen-Problem leiden, zu sehen ist. Apples Video auf der Webseite zeigt jedoch, dass Nokia keineswegs davon ausgeschlossen ist. Offen bleibt jedoch, wie sehr die Handposition die Sprach- oder Datenübertragung eines Handys beeinträchtigt.

Apple und Nokia sind nicht gerade als beste Freunde bekannt. In der Tat führen die beiden Firmen seit letztem Jahr einen Rechtsstreit wegen geistigen Eigentum und Urheberrechtsverletzungen. Beide Firmen haben bei der Internationalen Handelskommission der USA (ITC) Ermittlungen gegen einander eingeleitet. Die beabsichtigte Gerichtsverhandlung wurde durch einen Gerichtsbeschluss in Delaware ausgesetzt, bis die ITC eine Entscheidung getroffen hat.

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