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Antiviren-Hersteller will in den Mac-Markt

08.12.2006 | 15:20 Uhr |

AVG hat die Absicht geäußert, seine Antivirensoftware auf Mac OS X zu portieren.

Bekannt ist der Hersteller vor allem unter Windows-Anwendern, für die er neben einer Pro-Version auch eine kostenlose Variante seines Virenscanners bereit stellt. Jetzt will er Kunden am Mac gewinnen und hat bereits Entwickler auf die Portierung angesetzt. Die tüfteln allerdings noch: Ob die neue Software die Programmierstuben verlassen werde, sei noch nicht sicher.

Vielleicht lag es ja am australischen Rotwein oder am anbrechenden Sommer down under: Larry Bridge jedenfalls kam ins Plaudern, als er am Donnerstag Mittag mit Journalisten zu Tische saß. Der leitende Sicherheitsexperte von AVGs Muttergesellschaft Grisoft verriet, das die Entwicklerteams seiner Firma an einer Portierung von AVG Anti-Virus Free auf Mac OS X arbeiten. Der australischen Ausgabe von ZDnet sagte er : "Wir sind gerade dabei, uns damit zu befassen und nach möglichen Vorteilen zu suchen - vor allem, seit wir eine Version für BSD gemacht haben, was eine Portierung auf den Mac ein wenig erleichert." Im Moment werde allerdings noch an einer Lösung geforscht und entwickelt. Je mehr Aufmerksamkeit der Mac auf sich zieht, um so mehr Gefahr zieht er tendenziell auf sich. Doch obwohl der Marktanteil der Apple-Rechner weltweit steigt, scheinen sich zwar die Proof-of-concepts zu mehren, in freier Wildbahn allerdings ist noch immer kein Virus oder anderes Schadprogramm aufgetaucht. Trotz der Provokationen des Mac-Herstellers, der nach Jahren der Stille wieder lauthals mit Virenfreiheit auf dem Mac wirbt. Bridwell, der privat neben Linux selbst auf dem Mac arbeitet, weist darauf hin, dass es ein völlig sicheres Betriebssystem nicht geben könne. Solange ein menschliches Wesen hinter dem Bildschirm sitze und Fehler mache, seien System ohnehin immer angreifbar. Dennoch, so gibt er zu, seien manche Systeme besser geschützt als andere. Mac OS X-Anwender setzten Antivirensoftware auch gerade dann ein, wenn sie viele Dateien von Windows-Rechnern empfangen und keine Viren weiterleiten möchten. Oder aber, um im Falle eines Falles auf der sicheren Seite zu sein. Da kann ein weiterer Mitbewerber auf dem Markt für Sicherheitssoftware nicht schaden, vor allem, wenn er ein Gratis-Produkt für Privatanwender anbietet. Kostenlos gibt es auf dem Mac bislang nur die Open Source-Lösung ClamXav . Zum Glück bislang auch noch umsonst.

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