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Anwalt sieht in iPod-Update Eingestädnis

30.03.2006 | 15:08 Uhr |

Der Anwalt Steve Berman, der Mandaten in einer Sammelklage gegen Apple wegen hörschädigender iPods vertritt, sieht in dem gestern veröffentlichten iPod-Update das Eingestädnis eines technsichen Fehlers.

iPod 5G - Video
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© Apple

Das gestern veröffentlichte Software-Update 1.1.1 für den iPod der fünften Generation und den iPod Nano lässt die maximale Lautstärke des Players festsetzen. Apple hält das Feature unter anderm für Eltern nützlich, die sich um das Gehör ihrer Kinder sorgen und derart den iPod herunterregeln können. Für Steve Berman ist das Update jedoch halbherzig, da es nur mit den jüngsten iPod-Modellen zusammenarbeitet und den Millionen anderer iPod-Anwender nichts helfe. Dennoch gestehe Apple mit dem Update einen Fehler des Produktes ein, das bei unsachgemäßem Gebrauch zu Hörschäden führen könne. Während in der EU verkaufte iPods nur eine maximale Lautstärke von 100 Dezibel erreichen können, habe es Apple bislang versäumt in den USA einen ähnlichen Schutzmechanismus zu vertreiben. Als wenig hilfreich betrachtet das Update für iPod 5G und iPod Nano der ebenfalls mit dem Fall beschäftigte Anwalt J.R. Whaley: "Obwohl die Software es dem Anwender erlaubt, Grenzen zu setzen, unternimmt der Hersteller so gut wie nichts, um den Verbraucher darüber aufzukären, welche Lautstärke gesundheitlich unbedenklich ist."

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