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So funktionieren die App-Abos

03.02.2011 | 10:20 Uhr |

Apple erlaubt es App-Anbietern jetzt, Abos für Apps anzubieten. Vieles überlässt Apple dabei den Kunden. Wir zeigen, wie das Abo funktioniert und wie man diese Abos wieder kündigen kann.

The Daily 05
Vergrößern The Daily 05

In Kürze will Apple es App-Entwicklern erlauben, Inhalte per Abo über den App Store zu vertreiben. Dies werden vor allem Anbieter von Medien nutzen. Damit ist es möglich, beispielsweise eine digitale Zeitung zu abonnieren. Den Start macht die iPad-Zeitung " The Daily " von News Corp. Noch fehlt für die Abos allerdings die entsprechende Funktion im iOS-Betriebssystem.

Erst mit iOS-Version 4.3 funktionieren die automatischen Abos. Deshalb ist die Zeitung nach dem Start Anfang Februar noch zwei Wochen kostenlos. Erst Mitte Februar wird das Update erscheinen, dass die Abos möglich macht. Dennoch hat Apple bereits die Geschäftsbedingungen (AGB) des iTunes Stores angepasst und dort auch die Abos berücksichtigt.

Die iTunes-AGB zu Abos.
Vergrößern Die iTunes-AGB zu Abos.

Hier heißt es, dass sich Abos immer um die usprünglich gewählte Laufzeit verlängern. Das heißt, das kurze Laufzeiten deutlich flexibler und kundenfreundlicher sind. Die Zeitung "The Daily" kostet beispielsweise 40 Dollar für ein Jahr Laufzeit und 99 Cent pro Woche. Hier kostet das flexible Abo zwar über elf Dollar mehr im Jahr, ist aber jederzeit kündbar.

Kündigen und widerrufen

Laut AGB kann man die automatische Verlängerung der Laufzeit in den Kontoeinstellungen abschalten. Dies kommt einer Kündigung gleich. Zudem wird die Verlängerung automatisch abgeschaltet, wenn der Anbieter den Preis des Abos erhöht. Dies klingt soweit recht kundenfreundlich.

Das Abo schließt man direkt aus der App heraus ab. Wichtig ist hier die Laufzeit. Längere Laufzeiten sparen ein wenig Geld, sind aber sehr unflexibel.
Vergrößern Das Abo schließt man direkt aus der App heraus ab. Wichtig ist hier die Laufzeit. Längere Laufzeiten sparen ein wenig Geld, sind aber sehr unflexibel.

Allerdings behält Apple es sich in den AGB auch vor, Kundendaten von Abonennten an den Anbieter weiterzugeben. Dazu gehört die Postleitzahl oder die E-Mailadresse. Dazu will Apple aber immerhin die Erlaubnis des Nutzers einholen. Anbieter können diese Daten gemäß ihrer eigenen Datenschutzerklärung verwenden. Apple schiebt die Verantwortung hierfür auf den Anbieter und die Nutzer sollen sich selbst beim Anbieter über dessen Datenschutzrichtlinien informieren.

Gemäß dem europäischen Recht können Kunden innerhalb der ersten 14 Tage vom Abschluss eines Abos zurücktreten. Dazu muss man sich an den iTunes-Support wenden. Die bis dahin vergangenen tage werden anteilig berechnet. Nach dieser Widerrufsfrist ist keine Rückgabe oder Erstattung möglich.

Wir haben den Abschluss eines Abos anhand von The Daily ausprobiert. Hier aktiviert man das Abo in den Einstellungen der App. Zunächst wählt man die Laufzeit des Abonnements und bestätigt den Abschluss anschließend. Hier kann man den Abschluss noch abbrechen oder sein iTunes-Passwort eingeben. Die Abrechnung erfolgt direkt über das iTunes-Konto des Nutzers.

Es wird noch etwa bis Mitte Februar dauern, bis alle Abo-Optionen verfügbar sind. So kann man noch keine Abos in seinen iTunes-Kontoeinstellungen verwalten und Abos beispielsweise auch nicht in den "Einschränkungen" der iOS-Einstellungen verbieten.

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