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Mozilla bringt definitiv keinen iPhone-Browser

29.09.2010 | 15:30 Uhr |

Es wird keinen Firefox-Browser für das iPhone geben. Das hat nun der Produktmanager Ragavan Srinivasan im offiziellen Mozilla-Blog festgehalten. Dem stehen "technische und logistische Einschränkungen" im Wege.

Firefox Home
Vergrößern Firefox Home

Stattdessen konzentrieren sich die Entwickler ganz auf das im Frühjahr vorgestellte Synchronisierungstool Firefox Home . Dieses soll aber nicht nur auf dem iPhone mehr Funktionalität bekommen, sondern in Zukunft auch Symbian- und BlackBerry-Handys erobern.

User fragen oft nach mehr Browser-Funktionalität für Firefox Home, so Srinivasan. Doch das ist nicht machbar. Eine Mozilla-Sprecherin verweist gegenüber pressetext auf Apples SDK- und App-Store-Richtlinien. "Wir fassen diese so auf, dass ein 'vollwertiger' Browser wie Firefox mit eingenen Rendering- und JavaScript-Engines verboten wäre", heißt es konkret. Zwar hat Opera geschafft, seinen "Mini" auf das iPhone zu bringen. Dass das gelungen ist, schreibt Mozilla aber der speziellen Architektur mit serverseitiger Kompression zu.

Apples App-Ökosystem hat also wenig mit Idealen der Offenheit zu tun, für die das Mozilla-Projekt steht. Hätte einst Microsoft auf dem Desktop Fremd-Browser ebenso diktatorisch verbieten dürfen wie heute die strengen Wächter in Cupertino, gäbe es heute wohl keinen Firefox. Dass Mozilla dennoch die Arbeit an der iPhone-App vertieft, ist leicht erklärt. "Wir wollen möglichst auf jeder Plattform ein Firefox-Nutzererlebnis bieten. Wenn es dabei gröbere Einschränkungen gibt, sollen Apps wie Home wenigsten Kernelemente bereitstellen", so die Mozilla-Sprecherin.

In diesem Bereich will Mozilla in Zukunft auch nachlegen. Geplant sind beispielsweise eine Passwort-Synchronisation zwischen App und Desktop-Browser, die Übernahme von Suchmaschinen-Präferenzen und die Umsetzung von Tab-Gruppen für die iPhone-App. Firefox Home soll zudem besser für iOS 4 optimiert werden und in Zukunft einen direkten Zugriff auf Twitter, Facebook und andere soziale Netzwerke bieten.

Weiters plant Mozilla, die Home-App für andere Plattformen ohne echten Firefox-Browser umzusetzen. Neben Versionen für Symbian- und Blackberry-Smartphones will man sich auch die Möglichkeit einer iPad-App ansehen, so Srinivasan. Einen vollwertigen Firefox dagegen wird Android bekommen. Seit Ende August gibt es eine Alpha-Version von Fennec 2.0 für Android. Den Projektzeitplänen zufolge soll eine Endversion möglichst noch vor Jahresende erscheinen. (pte/cvi)

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