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Schiller antwortet auf Kontroverse um Wörterbuch-App

07.08.2009 | 07:27 Uhr |

Apples Entscheidung, die Wörterbuch-App Ninjawords Dictionary aus dem App Store wegen der Verwendung von unflätigen Ausdrücken, hat zu großer Empörung geführt. Apples Vizepräsident erklärt erstmals, warum Apple eine iPhone-Software abgelehnt hat.

In einem E-Mail-Interview mit John Gruber von Daring Fireball, der mit seinem Bericht über Ninjawords die Welle losgetreten hat, meldet sich nun Apples Vizepräsident für weltweiter Marketing Phil Schiller zu Wort. Ninjawords habe man nicht wegen "herkömmlicher Schimpfworte" abgewiesen, sondern, weil sich das Prgramm aus dem Wiktionary-Projekt bediene, indem unter anderem herber "urbaner Slang" enthalten sei. Dem Hersteller Matchstick sei zudem auch das Update auf die iPhone-Software 3.0 dazwischengekommen, die von Matchstick beantragte Einstufung als Software für 17+ sei zum Zeitpunkt der Freigabeprozedur technisch noch nicht möglich gewesen.

Apple hatte bisher mehr Kritik wegen seinen Schweigens bezüglich zurückgewiesener oder entfernter iPhone-Software einstecken müssen, als an den konkreten Entscheidungen selbst. Dass Phil Schiller das Schweigen des Konzerns erstmals bricht, mag ein erster Hinweis auf mehr Offenheit in Sachen iPhone-Apps sein. Schiller ist in Stee Jobs Abwesenheit immer mehr zum Gesicht Apples geworden, die Verantwortung für den Freigabeprozess trägt er freilich nicht. Wer dafür konkret zuständig ist, bleibt weiterhin unklar.

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