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Stiftung Warentest: App Store nur ausreichend

29.07.2011 | 07:24 Uhr |

Die Stiftung Warentest hat für die Ausgabe 8/2011 der Zeitschrift test zehn App Stores unter die Lupe genommen und an keinem der Angebote für den Kauf von Smartphone-Software ein gutes Haar gelassen

Top-Apps aus dem App-Store: aufmacher
Vergrößern Top-Apps aus dem App-Store: aufmacher

Der Platzhirsch App Store erhielt nur die Note 3,8 (ausreichend): Apples Angebot sei zwar "komfortabel und technisch problemlos", aber es bestünden "deutliche Mängel in den AGB". Diese habe ein Jurist geprüft, deutliche beziehungsweise sehr deutliche Mängel hätten zu einer Abwertung des Testergebnisses um eine halbe oder ganze Note geführt. Apple lasse sich "mehr oder weniger einen Freifahrtschein für den Umgang mit seinen Kundendaten einräumen," kritisieren die Tester die 20-seitige AGB des App Store, die Kaum jemand je vollständig gelesen haben dürfte.

Besser als der App Store haben beim Test nur der Windows Phone Marketplace (3,2) und der Android Market (3,3) abgeschnitten, als mangelhaft stufte die Stiftung Warentest etwa die Angebote Opera Software (4,6), Nokias Ovi Store (5,3) und die Blackberry App World (5,5) ein. Windows Phone Marketplace und der Android Market seien die beiden einzigen Angebote gewesen, die sich um etwas Transparanz in Sachen potentiellem Datenmissbrauch bemühten und informierten die Kunden darüber, auf welche Daten die angebotenen Apps zugreifen würden.

Der Hälfte der getesteten App Stores hätte es an einem ordnungsgemäßen Impressum gemangelt, der Kontakt zu den Betreibern sei so nur schwer herzustellen. Generell gilt, dass die getesteten Angebote nicht an die Qualitätsstandards anderer Softwareanbieter heran kämen, Produktinformationen seien oft nur in englisch oder in schlechtem deutsch erhältlich. Minuspunkte gab es auch für die Abrechnungsmethoden, wenn man selbst für die Begleichung von Cent-Beträgen seine Kreditkarteninformationen hinterlassen müsste.

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