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Bilanz: 5 Jahre App Store

09.07.2013 | 16:58 Uhr |

Der App Store ist eine Vertriebsplattform für Entwickler und ein wichtiger Verkaufsmotor für iPhone und iPad. Wir blicken zurück auf die Höhepunkte

Der Druck war zu stark – als Steve Jobs am 10. Juli 2008 den App Store eröffnete, wollte er der Entwicklergemeinde eigentlich nur ein Zugeständnis machen. Der Grund: Ursprünglich wollte Apple für das iPhone, das sich seit ungefähr einem Jahr auf dem Markt befand, zum Schutz gegen Viren und Malware keine nativen Programme von anderen Entwicklern zulassen. Wer sich andere Apps als die von Apple auf sein iPhone laden wollte, musste das iPhone jailbreaken und sich die Programme von Cydia, einem alternativen AppStore, holen.   

Doch nach zahlreichen Protesten lenkte Apple schließlich ein und brachte das iPhone SDK heraus. Dadurch konnten Entwickler nun eigene Apps programmieren. Parallel zum Verkaufsstart des iPhone 3G präsentierte Apple den App Store. Die Plattform setzt auf der Infrastruktur vom iTunes Store auf. Über den App Store haben Programmierer nun die Möglichkeit, ihre Applikationen – sprich Apps – zu verkaufen. Entwickler müssen sich lediglich beim iOS Developer Programm registrieren und eine Gebühr von 99 US-Dollar im Jahr zahlen. Die Entwicklungsumgebung Xcode kann jedoch nur auf dem Mac verwendet werden.
 
Vor der Freigabe zum Download überprüft Apple jede App eingehend. Entwickler können die Apps innerhalb der vorgegebenen Preisstufen verkaufen und müssen davon 30 Prozent für jede verkaufte App an Apple abgeben.

5 Jahre-AppStore: Gratis-Apps

Zum Jubiläum bietet Apple zahlreiche Apps, die in den vergangenen Jahren erfolgreich waren, für eine bestimmte Zeit kostenlos zum Download an. Dazu gehören:
 

  • Barefoot Weltatlas

  • Day One

  • How to Cook Everything

  • Over

  • Traktor DJ für iPhone

  • Badland

  • Infinity Blade II

  • Superbrothers: Sword & Sworcery EP

  • Tiny Wings

  • Wo ist mein Wasser?

5 Jahre AppStore - die Höhepunkte


Was als Zugeständnis begann, entwickelte sich rasch zum gigantischen Erfolgsmodell: Mit gerade einmal 500 Apps ging der App Store vor fünf Jahren an den Start. Heute kann der Nutzer zwischen 900.000 Apps wählen. Im Mai 2013 wurde die 50 Milliarden-Grenze bei den Downloads erreicht. Und auch den Entwicklern selbst bescherten die Apps hohe Gewinne: 2008 sorgte das Spiel Super Monkey Ball beim Spielehersteller Sega für einen Gewinn von 3 Millionen US-Dollar. Die Facebook-App war mit 5 Millionen Downloads die am häufigsten geladene App des Jahres. Im Folgejahr erwirtschaftete Doodle Jump 10 Millionen US-Dollar. 2010 brachte Rovio den Kassenschlager Angry Birds heraus. Im selben Jahr revolutionierte das iPad die Zeitungswelt: Das Time Magazine konnte man nun auch als digitale Variante auf dem Tablet. 2012 zieht der Verlag Condé Nast nach und bietet seine Publikationen ebenfalls als App an. Während 2012 schließlich 25 Milliarden Downloads gezählt wurden, hat sich im Folgejahr diese Zahl schon verdoppelt.   
 
Die Mini-Programme kurbelten nicht zuletzt auch den Verkauf des iPhones kräftig an. Seit 2011 gibt es auch einen Mac App Store, in dem sich Nutzer ihre Programme für Macbook und Co. herunterladen können. Auch andere Hersteller wie Microsoft oder Google bieten inzwischen eigene Stores an, in denen Nutzer sich die Mini-Programme für ihre Mobilgeräte herunterladen können.
 
Doch bei allem Erfolg gibt es auch einige Kritikpunkte. So werden Dauer und Kriterien des Freigabeprozesses von den Programmierern oft als willkürlich empfunden. Die Möglichkeit, dass Apple notfalls auf dem iPhone installierte Apps aus der Ferne wieder löschen kann, erregt Daten- und Verbraucherschützer gleichermaßen.  

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