Von Halyna Kubiv - 26.03.2013, 10:32

Einzelhandel

Apple: 200 Euro für nicht verkauftes iPhone

©Klaus Westermann

Apple soll in den Verträgen mit mehreren kleinen Mobilfunkanbietern die iPhone-Verkaufszahlen dahingehend geregelt haben, dass pro nicht verkauftem iPhone 200 Euro zu zahlen sind.
Apple bekommt derzeit einen Aufstand der Anbieter gegen das iPhone-Monopol zu spüren: Einige Provider haben sich demnach gleichzeitig an die Presse und an die Europäische Kommission gewendet. So berichtet ein anonymer Mitarbeiter eines österreichischen Betreibers der Zeitung „Die Presse“: „Apple schreibt genau vor, wie viele iPhones wir in einem Zeitraum verkaufen müssen. Ist dieses Ziel nicht erreicht, gehen 200 bis 300 Euro pro iPhone als Werbekostenzuschuss an den Hersteller.“ Andere Bereiche rund um den iPhone-Verkauf seien ebenfalls streng geregelt. Als Werbevideo dürfen sich die Provider einen von zwei fertigen Clips aussuchen, am Ende des Filmchens wird kurz das Logo des Betreibers eingeblendet.
Gleichzeitig hat der Pressesprecher der EU-Kartellaufsicht, Antoine Colombiani, am Freitag gegenüber der New York Times bestätigt, dass die Kommission diesbezüglich benachrichtigt wurde: „Uns haben mehrere Mitbewerber der Industrie kontaktiert und wir beobachten die Situation.“ Da keine offizielle Klage vorliegt, hat die EU-Kartellaufsicht kein Kartellverfahren eröffnet. Laut New York Times haben mehrere französische Provider der Europäischen Kommission Informationen zu ihren Verträgen mit Apple geliefert.
Die Pressesprecherin von Apple, Natalie Kerris, nahm zu den vorgebrachten Argumenten Stellung: „Unsere Verträge entsprechen den Gesetzen des Landes, in dem wir unsere Geschäfte betreiben“.
Es bleibt abzuwarten, wie sich die Anklage der europäischen Mobilfunkanbieter gegen Apple entwickelt. Erst vor kurzem einigte sich das Unternehmen aus Cupertino in Europa  mit der Kartellaufsicht wegen einer Preisabsprache im iBooks Store.
Eine andere Frage ist natürlich, wie hoch die tatsächlich gezahlten Werbekostenzuschüsse an Apple sind. Im Weihnachtsquartal 2012 konnten Apple und seine Zulieferer die neuen iPhones gar nicht schnell genug fertigen, so groß war die Nachfrage. Erst gegen Ende November gelang es Apple, das neue iPhone in weniger als zwei Wochen Wartezeit zu liefern. 
 
 
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