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Apple-Aktie unterbewertet?

29.08.2003 | 14:31 Uhr |

Der CNN/Money-Autor Raul P. La Monica kritisiert Analysten dafür, Apple zu zögerlich zu bewerten.

Trotz der gelungenen Produktvorstellung des Power Mac G5 und des erfolges des im Frühjahr gestarteten iTunes Music Store, würden Wirtschaftsfachleute die Apple-Aktie nicht entsprechend ihres tatsächlichen Potentials einschätzen. In einer Skala von 1 (unbedingt kaufen) bis 5 (unbedingt verkaufen) läge das Papier nach der durchschnittlichen Wall Street Empfehlung bei 2,9, was "halten" bedeute und eigentliche nur ein Euphemismus für "verkaufen" sei. Dabei habe die Apple-Aktie seit dem Start des iTunes Music Store um rund 60 Prozent zugelegt, der damalige Kurs von 13,35 Dollar sei angesichts von 4,5 Milliarden Dollar Barreserven und einer nicht nennenswerten Schuldenlast beriets unverständlich niedrig gewesen. Das Argument vieler Analysten, Apple sei lediglich in einem Nischenmarkt aktiv, lässt La Monica so nicht gelten. Für seinen wirtschaftlichen Erfolg müsse Apple keineswegs zahlreiche Windowsanwender zum Systemwechsel überzeugen, es genüge mit dem iTunes Music Store und dem iPod für Windows über seine Nische hinaus zu wachsen. Gerade bei Software, Peripherie und Service sei die Marge wesentlich größer als bei Hardwareverkäufen.
La Monica sieht immerhin etwas Bewegung in der Analysten-Szene, für das kommende Geschäftsjahr hätten die Auguren ihre Gewinnerwartung an Apple immerhin um 9 Cent pro Aktie auf 35 Cent pro Aktie gesteigert.
Derweil hat die Apple-Aktie am Donnerstag einen neuen Höchststand erreicht. Nach einem Plus von 3,31 Prozent oder 71 Cent stand das Papier gestern zu Börsenschluss an der Nasdaq mit 22,19 Dollar auf einem neuen 52-Wochen-Hoch. In Frankfurt übersprang der Kurs die 20-Euro-Marke, der Schlusskurs von 20,15 Euro war um 95 Cent oder 4,95 Prozent höher als der vom Vortag, bis Freitag nachmittag war der Kurs um weitere 15 Cent auf 20,30 geklettert.

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