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Apple Australien erhöht die Preise

02.11.2000 | 00:00 Uhr |

Steve Jobs hatte angekündigt, dass der Mac-Hersteller die Preise senken wird. Nun will Apple Australien aber die Preise ab nächsten Montag erhöhen. Ein Versuchsballon für Europa?

Apple Australien wird die Preise für seine Rechner ab nächsten Montag um durchschnittlich 12,5 Prozent erhöhen, was den 350-MHz-iMac bei einem bisherigen Preis von umgerechnet 830 US-Dollar um immerhin 100 US-Dollar teuerer macht. G4-Macs kosten ungefähr 9,3 Prozent mehr, die Preise der Powerbooks sind am wenigsten betroffen und gehen um etwa sechs Prozent nach oben. Offenbar steht die Höhe der Preise in direkter Beziehung zu den Händlermargen, die bei iMacs und iBooks am niedrigsten sind.

Diese Entscheidung steht im Widerspruch zu den Preissenkungen, die Apple Mitte des Monats verkündet hatte und zur Erklärung von Steve Jobs, die Lagerbestände der Händler reduzieren zu wollen. Apple begründet seinen Schritt mit dem niedrigen Stand des Australischen Dollar, der die ganze Computerbranche zu ähnlichen Preiserhöhungen zwinge. So überlegt auch Dell öffentlich, seine Rechner um acht Prozent teurer zu verkaufen.

Andererseits könnte die Preiserhöhung jedoch ein Versuchsballon sein, den Apple zunächst einemal in seinem kleinsten Markt steigen lässt. In der Region Asia Pacific, zu der Australien zählt, hatte Apple seinen Absatz im 4. Qartal 2000 zwar im Vergleich zum Vorjahr von 39 000 auf 54 000 Stück steigern können, im vorangegangenen Quartal hatte die Firma jedoch noch 5000 Rechner mehr verkaufen können. mbi

Info: Apple Australien, Internet: www.apple.com.au

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