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ACLU: Behörden wollten bis zu 60 iPhones entsperren

11.04.2016 | 09:26 Uhr |

Seit die iPhones, oder besser gesagt, Smartphones, auf dem Markt sind, bemühen sich die Behörden um die Nutzer-Daten.

Weitere Fälle: Im Windschatten des Falles von San Bernardino haben die Behörden Apple und Google in vielen weiteren Fällen aufgefordert, bei der Entsperrung von Smartphones Unterstützung zu leisten, hat die Bürgerrechtsorganisation ACLU herausgefunden. Bis in das Jahr 2008 zurück reichen 60 Fälle in 20 Bundesstaaten, der zuletzt offen gelegte drehte sich um ein iPhone 6 Plus, das einem der kriminellen Machenschaften beschuldigten Gang-Mitglied in Boston gehörte. Die Order, die sich auf den All Writs Act bezog, erging am 1. Februar und setzte eine Frist von 14 Tagen. Aus den von der ACLU erhaltenen Gerichtsdokumenten geht aber nicht hervor, ob sie umgesetzt wurde oder nach den 14 Tagen einfach ungültig wurde. Im Fall des iPhone 5S in Brooklyn zögert Apple weiterhin mit der Unterstützung des FBI . Das einem Meth-Dealer gehörende Gerät läuft noch unter iOS 7 , Apple käme daher an wesentliche Daten heran, ohne den Passwortschutz umgehen zu müssen. Apple wolle aber zunächst allenfalls Daten ausliefern, die im Besitz des Unternehmens sind, etwa iCloud-Backups. Die Anordnung des FBI ist nach Ansicht von Apples Anwälten nicht rechtens, ein New Yorker Richter hatte zudem entschieden, dass der All Writs Act hier keine Anwendung finden kann.

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