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Apple legt Rekordbilanz vor

25.07.2012 | 08:56 Uhr |

Apple legt bei Umsatz und Gewinn gegenüber Vorjahr um rund 20 Prozent zu - iPhones hat Apple aber weniger als erwartet verkauft.

Apple hat erneut ein Rekordquartal vorgelegt, nie waren Umsatz und Gewinn in einem dritten Quartal eines Apple-Geschäftsjahres höher. Das iPhone hat sich zwar nicht so wie erwartet verkauft, das iPad legte jedoch deutlich zu. Insgesamt bilanziert Apple einen Umsatz von 35 Milliarden US-Dollar, 22 Prozent mehr als die 28,6 Milliarden US-Dollar vor einem Jahr. Der Gewinn stieg um 20,5 Prozent auf 8,8 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn pro Aktie betrug 9,32 US-Dollar. Apple hat damit seine eigene Prognose übertroffen, die Erwartungen von Wall Street aber nicht ganz erfüllt, die einen Umsatz von 37 Milliarden US-Dollar und einen Gewinn von 10,35 US-Dollar pro Aktie erwartet hatte.

Apples Gesamtverkäufe nach Produkt
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Einen neuen absoluten Verkaufsrekord stellte Apple beim iPad auf: 17 Millionen Geräte hatte Apple noch nie in einem Quartal verkauft. Der Umsatz mit dem iPad betrug 9,2 Milliarden US-Dollar, 53 Prozent mehr als im Juni-Quartal 2011.

iPad-Verkäufe
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Nur leicht zugelegt hat Apple bei den Mac-Verkäufen, vier Millionen Stück stehen den 3,9 Millionen aus dem Vorjahr gegenüber, was einen neuen Rekord für das Juni-Quartal bedeutet. Laut Apple-CEO Tim Cook hätten vor allem die im Juni zur WWDC vorgestellten neuen Macbooks die Verkäufe in die Höhe getrieben. Insbesondere das Macbook Pro mit Retina Display erfreue sich großer Nachfrage, die Apple kaum erfüllen könne. Man hoffe aber, ab dem nächsten Monat genügend Geräte liefern zu können. Insgesamt waren drei Viertel der verkauften Macs Mobilrechner.

Verkaufte Macs unterteilt in Macbooks und Macs
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Zwar hatte Apple auch beim iPhone kräftig zugelegt, von 20,3 Millionen Geräten im Vorjahr zu nunmehr 26 Millionen iPhones, die Erwartungen der Wall Street lagen hier aber deutlich höher. Der mit dem iPhone erzielte Umsatz stieg um 23 Prozent auf 16,2 Milliarden US-Dollar. Gegenüber dem Vorquartal musste Apple Einbußen bei den Stückzahlen und dem Umsatz hinnehmen, 2011 hatte Apple auch sequentiell zugelegt. Insbesondere die Erwartungen an ein Nachfolgemodell haben dem iPhone zugesetzt, an Spekulationen will sich Apple aber nicht beteiligen oder seine Produkt-Roadmap offen legen. Tim Cook sei jedoch "froh, dass die Leute das nächste Ding" haben wollen.

iPhone-Verkäufe
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Weiter rückläufig entwickeln sich die Absatzzahlen für den iPod, Apple verkaufte nur noch 6,8 Millionen Musik-Player, im Vorjahr waren es noch 7,5 Millionen Geräte. Der iPod hält laut Apple aber weiterhin 70 Prozent des Marktes, vor allem iPhone und iPad dürften dem Absatz schaden.Den iPod Touch eingerechnet, hat Apple in seiner Geschichte 410 Millionen iOS-Geräte verkauft, für die der App Store 650.000 Apps zur Verfügung stellt. 

iPod-Verkäufe
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Eigene Läden hat Apple im Berichtszeitraum neun neue eröffnet, insgesamt betreibt Apple weltweit 373 Apple Stores. Der darin erzielte Umsatz stieg um 17 Prozent auf 4,1 Milliarden US-Dollar. Ebenfalls um 17 Prozent legten die Besucherzahlen zu, auf nunmehr 83 Millionen.

Das Apple TV ist mit im Quartal 1,3 Millionen Geräten weiterhin nur ein "Hobby", wie Tim Cook erläutert, man werde aber weiter an dem System arbeiten und "sehen, wohin uns das führt."

Erstmals seit über fünfzehn Jahren wird Apple wieder eine Dividende an seine Aktionäre auszahlen, am 16. August wird Apple 2,65 US-Dollar pro Aktie überweisen. Ab dem kommenden Geschäftsjahr, das am 30. September beginnt, wird Apple auch Aktien zurückkaufen.

Für das vierte Quartal rechnet Apple mit einem Umsatz von 34 Milliarden US-Dollar und einem Gewinn von 7,65 US-Dolar pro Aktie.

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