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Apple Car: Apple heuert immer intensiver

20.10.2015 | 11:57 Uhr |

Apple stellt weiterhin massiv Experten für sein ominöses Automobilprojekt ein. Für Startups kann das das Aus bedeuten, wie ein Fall zeigt.

Tesla-Chef Elon Musk nahm kürzlich Apples Bemühungen um fähige Ingenieure, die sich mit Fahrzeugen auskennen , noch auf die leichte Schulter. Cupertino würde nur Experten heuern, die Tesla entlassen habe, meinte Musk. Klang nach Pfeifen im Walde, tatsächlich scheint im Valley die Angst umzugehen, den Wettstreit um die besten Hardware- und Software-Entwickler gegen Apple zu verlieren. Von einem ersten Fall, der einem Unternehmen das Leben kostete, berichtet nun die Nachrichtenagentur Reuters . Demnach musste Mission Motors, Hersteller von Elektromotorrädern, die angeblich den Vergleich mit den Wägen von Tesla (sic!) nicht scheuen mussten, nach dem Verlust zahlreicher wichtiger Mitarbeiter an Apples Project Titan die Geschäfte einstellen. Dies sei bereits im Mai dieses Jahres geschehen.

Schon im letzten Herbst sei die Abwanderung fähiger Ingenieure zu Apple und anderen Unternehmen zum Problem geworden, berichtet Reuters unter Bezug auf informierte Quellen bei Mission Motors. Das Startup musste sich seinerzeit durch mehrere Finanzierungsrunden kämpfen und verlor währenddessen immer mehr Mitarbeiter. Diese hätten vor allem ihr Fachwissen über elektrische Antriebe mitgenommen, das Apple gezielt gesucht habe, klagt der ehemalige CEO des Startups Derek Kaufman der Nachrichtenagentur. Apple verweigerte laut Reuters eine Stellungnahme zu der Angelegenheit.

Apple arbeitet seit längerem im Verborgenen an einem Projekt, das angeblich unter dem Codenamen " Project Titan " in Cupertino läuft und ein autonom fahrendes Elektrofahrzeug zum Ziel haben könnte. Auch bei größeren Firmen soll Apple Expertise abgeworben haben, so habe Apple im Sommer auch einen ehemaligen Chrysler-Manager an Bord geholt . Bis 2019 könnte das Apple Car auf die Straße kommen, Interesse an einer Kooperation mit dem kalifornischen IT-Unternehmen wird unter anderem dem Münchner Autobauer BMW nachgesagt.

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