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Apple Care künftig mit Abo-Modell?

13.05.2013 | 08:21 Uhr |

Apple plant scheinbar massive Veränderungen bei seinen nicht unumstrittenen Garantieerweiterungen Apple Care, unter anderem um Kosten zu sparen.

Wie das US-Blog Appleinsider berichtet, plant Apple derzeit grundlegende Veränderungen an seinem bisherigen Modell zur Garantieerweiterung Apple Care – diese Veränderungen sollen im Rahmen eines Town-Hall-Meetings am vergangenen Donnerstag thematisiert worden sein. Im Kern der Planungen stehen Kosteneinsparungen in Höhe von knapp einer Milliarde US-Dollar pro Jahr.

Um diese Einsparungen zu erreichen, soll künftig anders mit Geräte-Reparaturen vor Ort in den Apple-Stores umgegangen werden. Das betrifft vor allem iPhones, denn hier wurden, so Appleinsider, bislang nur kleinere Bauteile wie Lautsprecher, Home-Buttons oder Akkus getauscht, während bei Teilen wie defekten Displays gleich das gesamte Gerät ausgetauscht wurde. Künftig will man aber scheinbar auch "größere" Eingriffe an iPhones in den Apple-Stores vornehmen können, so beispielsweise den Display-Tausch oder einen Wechsel der Logic-Boards – auch für ältere Geräte außerhalb der einjährigen Herstellergarantie, für die man ein neues, kostengünstiges Preismodell für Reparaturen plane.

Apple Care, Apples für alle Geräte erhältlicher Zusatzservice mit erweiterter Herstellergarantie (bis zu zwei zusätzliche Jahre Garantie) und erweitertem Kundendienst, soll von festen Preisen und Laufzeiten auf ein Abomodell umgestellt werden oder durch einen komplett neuen Dienst ersetzt werden. In jedem Fall aber soll, so der Bericht, der Fokus Apples darauf liegen, die Bindung der Garantieerweiterung von der bisherigen "Pro-Gerät"-Basis auf eine Bindung an den einzelnen Kunden und alle seine Geräte zu verschieben. Zudem plane man bei Apple die bisherigen Kundendienstoptionen auszuweiten: So sollen sich künftig Apple-Techniker verstärkt um die Support-Foren kümmern und diese so zu einem eigenen Support-Bereich ausbauen, der bislang 90-tägige kostenlose Telefonsupport soll aufgewertet werden und auch Kundenunterstützung via iMessage soll hinzukommen.

Über mögliche Preise oder eine Limitierung bezüglich der abgedeckten Gerätezahl pro Kunde gibt es momentan keine Informationen, die neuen Apple-Care-Strukturen sollen aber im kommenden Herbst zunächst in den USA und im Anschluss daran weltweit umgesetzt werden. Diese Planungen machen vor dem Hintergrund Sinn, dass Apples Garantieerweiterungen gerade in Europa immer wieder von EU-Behörden oder Verbraucherschutzeinrichtungen kritisiert werden. Vor allem aber das kolportierte Einsparungspotential von einer knappen Milliarde US-Dollar pro Jahr dürfte ein gewichtiges Argument für eine Umstrukturierung des Kundendienstes darstellen.

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