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Apple-Direktoren des Insiderhandels bezichtigt

01.07.2002 | 13:07 Uhr |

Der krummen Geschäfte verdächtigt:
Leitende Apple-Mitarbeiter stehen bei Analysten unter dem Verdacht des Insiderhandels, wie die Nachrichtenagentur Associated Press (AP) berichtet. So sollen größere, von der Börsenaufsicht genehmigte, Aktienverkäufe von Spitzenkräften aus Cupertino immer rechtzeitig vor Umsatzwarnungen erfolgt sein. Zuletzt hatten im April und Mai Apple-Direktoren ihre Aktienoptionen eingelöst, Mitte Juni musste Apple seine Gewinnerwartungen für das laufende Quartal zurück setzen, worauf der Aktienkurs deutlich einbrach. Laut AP seien nun Analysten hellhörig geworden und würden die Vorgänge in Cupertino umso genauer beobachten. Lon Gerber, Direktor für Insider-Forschung bei Thomson, nennt die Verkäufe noch zurückhaltend als "gut terminiert", während Martin Friedmann von Friedman, Billings, Ramsey & Co. sie als "ein wenig verdächtig" bezeichnet.
Apples Finanzchef Fred Anderson wies die Vorwürfe harsch zurück. In einer schriftlichen Erklärung stellte Anderson klar, dass keine Exekutiv-Kraft unter solchen Umständen ihre Aktienoptionen ausgeübt hätte. Die Börsenaufsicht SEC hat den Fall bislang weder verfolgt noch kommentiert. pm

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