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EU vor Entscheidung in Sachen Apple-Steuer-Tricks

12.06.2015 | 13:49 Uhr |

Bereits vor mehreren Monaten wollte sich die EU-Kommission die Steuer-Tricks von Apple & Co. genauer anschauen.

Nun stehen die Ermittler offenbar kurz vor der Entscheidung in Sachen Steuer-Deals zwischen einzelnen EU-Ländern und großen Konzernen. Dies hat laut Reuters auf einer Pressekonferenz der stellvertretende Generaldirektor der Generaldirektion "Wettbewerb" Gerd-Jan Koopman gesagt. Die EU-Kommission prüft die Vereinbarungen zwischen Apple und Irland, Luxemburg und Amazon, Starbucks und den Niederlanden. Es wird vermutet, dass die Großkonzerne vor ihrer Niederlassung im Land extra-günstige Bedingungen bei den einzelnen Regierungen aushandeln. Dies sei zwar noch legal, die Europäische Kommission will nun prüfen, ob solche Vorgehensweisen den Wettbewerb innerhalb der EU dennoch verzerren.

Die EU-Kommissarin Margarethe Vestager hat die Ermittlungen bereits im September 2014 begonnen. Sollte sich herausstellen, dass Apple & Co. gegen die Wettbewerbsrichtlinien in der EU verstoßen, drohen Nachzahlungen in Milliardenhöhe. Auch sind Extra-Strafzahlungen möglich.

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