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Apple-Handelsketten profitieren vom Switch

10.01.2007 | 14:17 Uhr |

Ein gutes Jahr war 2006 für viele Apple-Händler: Die Fachhandels-Kette Gravis kann erstmals in ihrer Geschichte einen neunstelligen Eurobetrag umsetzen, die börsennotierte Cancom IT Systeme AG meldet in einer Ad-hoc-Meldung mit 266 Mio. Euro einen detlich höher als erwarteten Umsatz für das vergangene Jahr.

Bereits gestern meldeten wir kurz vor der Liveberichterstattung im Keynote-Ticker die für Gravis erfreulichen Geschäftszahlen. Mit einem Jahresumsatz der Firmengruppe, zu der auch das Systemhaus HSD gehört, von über 107 Millionen kann Gravis erstmals ein neunstelliges Ergebnis verzeichnen, über den Gewinn schweigt die Mitteilung. Im Vergleich zum Vorjahr (91 Mio. Euro) bedeutet dies ein Umsatzwachstum von über 17 Prozent. Offenbar hätte das Unternehmen noch bessere Ergebnisse erwirtschaften können, die Pressemitteilung spricht von Lieferengpässen durch Apple. Diesen Vorwurf hatte Gravis-Chef Archibald Horlitz bereits kurz vor Weihnachten dem Hersteller aus Cupertino gemacht, aus Händlerkreise werden Klagen laut, dass Apple die eigenen Vertriebskanäle bevorzugt und Wiederverkäufer nur schleppend beliefert. In seiner Hausmitteilung sagt der Chef, dass die Nachfrage gerade auch durch "Switcher" entstehe, also Kunden von der Windows-Plattform wechseln. Bei Cancom , die nicht allein mit Apple-Hardware handeln, sondern auch PCs und zahlreiche Dienstleistung anbieten, spricht man vom "besten Geschäftsjahr der Unternehmensgeschichte". Insbesondere das letzte Quartal habe für das satte Umsatzplus von 19,7 Prozent auf 266 Mio. Euro gesorgt, der Gewinn liegt nach diesen ersten Schätzungen über dem Erwartungshorizont von 2 - 4 Mio. Euro.

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