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iPhone hält 1,5 Prozent des Weltmarkts

27.04.2009 | 07:01 Uhr |

Analysten meinen, dank des App Store hätte das iPhone G3 viel mehr Potential. Mit einer erweiterten iPhone-Palette im zweiten Halbjahr soll Apple sein Wachstum beschleunigen können.

Die Analysten der Marktforschungsfirma ABI Research schätzen, dass Apple trotz Wirtschaftskrise mit seinem iPhone bereits 1,5 Prozent des Weltmarktes erobert hat. Der kalifornische Hersteller hat im ersten Quartal 2009 3,79 Millionen iPhones verkauft und somit seinen Marktanteil seit Ende 2008 von 1,1 auf 1,5 Prozent angehoben.

Während Apple zulegte, haben andere Firmen signifikante Verluste zu vermelden. Der Marktführer Nokia ist auf 36,2 Prozent zurückgefallen und Sony Ericsson hält jetzt nur noch 5,6 Prozent.

Dennoch schätzen die Marktforscher von ABI Research, dass im Vergleich zur Konkurrenz Apples Wachstum eher bescheiden ausgefallen ist. Research in Motion (RIM) hat seinen Marktanteil auf drei Prozent ausgebaut, nicht zuletzt dank starker Nachfrage nach den neuen Blackberry-Modellen Bold und Curve 8900 . Auch die koreanischen Mobiltelefonhersteller LG und Samsung konnten ihre Anteile auf 8,8 bzw. 17,8 Prozent erweitern. LGs Erfolg basiert neben seinen Modellen Cookie und Viewty auf dem erst Anfang März eingeführten Arena , das im ersten Monat gleich Zwei-Millionen-Mal über die Ladentheke ging.

Die Analysten sind sich einig, dass mit dem Erfolg des App Stores eigentlich höhere iPhone G3-Verkaufszahlen zu erwarten waren. "Trotz der Beliebtheit des iPhones hat die zunehmende Konkurrenz mit Touchscreens und großer Modellvielfalt die Nachfrage nach Apples Smartphone in Grenzen gehalten", vermutet der leitende Direktor von Abi Research, Kevin Burden.

Neue optimistisch korrigierte Prognosen

Nun setzen die Analysten auf die erwartete Erweiterung der iPhone-Palette im zweiten Halbjahr von 2009 und erwarten dann ein stärkeres Wachstum von Apple. Aber die Konkurrenz schläft nicht. Trotz einem Einbruch von 19 Prozent in seinen Gesamt-Verkaufszahlen kann Nokia mit seinem 5800 Xpress Music Zuwachs vermelden und wird jetzt im Sommer sein neues Flagschiff-Modell N97 in den Handel bringen. Sony Ericsson hat momentan nur sein XPERIA X1 zu bieten, wird aber in der zweiten Jahreshälfte sein Angebot mit den Idou verstärken.

In ihrer Zusammenfassung geben die Marktforscher zu, dass mit Gesamtverkaufszahlen von 258 Millionen Geräte sich der Mobiltelefonmarkt im ersten Quartal stärker als erwartet entwickelt hat. Die Verkäufe im Frühjahr werden ihrer Schätzung nach gegenüber den extrem hohen Zahlen im Vorjahr leicht zurückgehen, aber im Sommer wieder anziehen. Die Analysten haben jetzt ihre Vorhersage für rückläufige Verkäufe im zweiten Quartal 2009 von ursprünglich 8,4 auf nur 8 Prozent korrigiert.

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