Von Chris Möller - 23.12.2012, 00:00

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Apple-Heads, 23.12.: John Lasseter - der Kreative

©Apple

"Luxo Jr." Die Ball spielende Schreibtischlampe dürfte wohl Jedem bekannt sein. Sie stammt aus der Feder von John Lasseter, dem kreativen Kopf hinter Pixar. Was mit einer Spielerei begann, entwickelte sich zu einem der erfolgreichsten Computer-Animationsstudios der Welt
Als Steve Jobs 1986 bei Pixar einstieg, glaube niemand daran, dass vollständig Computer-animierte Filme jemals erfolgreich sein könnten. Damals schien klar: Solche Animationen eignen sich vielleicht für fliegende TV-Logos oder hübsche Werbefilmchen, aber Emotionen lassen sich damit bestimmt nicht transportieren. Es war John Lasseter, der mit dem Kurzfilm Luxo Jr. kurz darauf den dramatischen Gegenbeweis liefert - und gleich den ersten Oskar für Pixar kassierte. Doch der Weg von Lasseter und Pixar war lang und steinig.

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Technik als Werkzeug

Lasseter begann 1975 bei Disney und bekam eine klassische Ausbildung als Animator für Trickfilme. Er wechselte zu 1984 zu Lucasfilm (Star Wars), was einen Scheideweg für ihn darstellte. Bei Lucasfilm begann man nämlich gerade damit, Computeranimation zu erforschen und zu entwickeln. Das lief damals noch auf der Basis von Computer-Programmierung ab, denn fertige 3D-Modeling und Renderig-Software gab es noch nicht.
Lasseter musste lernen, wie man Computer programmiert, doch die Mitarbeiter der Special Effects Computer Group von Lucasfilm waren fast alle Doktoren, sie kannten sich Mathematik und Computer extrem gut aus, das konnte Lasseter nicht leisten. Aber er wusste im Gegenzug, wie man eine Figur zum Leben erweckt, allein durch  Bewegung. Er hatte diese Kunst schließlich bei Disney von der Pike auf gelernt. Er war dann derjenige, der die beiden grundverschiedene Dinge zusammenbrachte, Programierung und Kunst. Daraus entwickelte sich der Ansatz, die Computer-Technologie als Werkzeug für die kreativen Künstler zu sehen. Ein Paradigma, das bis heute seine Gültigkeit hat.

Auflösung vom 22. Dezember

Steve Jobs meinte im Jahr 2001, vertikal verbaute Festplatten und Laufwerke würden technisch nicht funktionieren. Also bat er Jonathan Ive, den iMac G4 neu zu denken. Er solle doch einfach einen Bildschirm einen Bildschirm sein lassen und eine Platte eine Platte: "Let every component be true to itself." Zumindest erklärte Jobs das so bei der Vorstellung der "Schreibtischlampe" im Januar 2002.
Als Steve Jobs zwei Jahre später die ganze Special Effects Computer Group aus Lucasfilm herauskaufte, war die Firma fokussiert auf Grafik-Technologie. Von den ersten Computer-animierten Filmen war noch lange nichts zu sehen. Lasseter wusste damals schon: Steve Jobs investiert in die Menschen von Pixar, nicht in die Technologie der Firma. Und das tat Jobs 10 Jahre lang, bis mit Toy Story 1 endlich der erste abendfüllende Kinofilm von Pixar herauskam und ein großer Erfolg wurde. Seitdem hat Pixar unter der kreativen Führung von John Lasseter einen Kino-Hit nach dem anderen produziert. Wer kennt sie nicht? Das Große Krabbeln, Findet Nemo , Ratatouille, Cars oder Wall-E .

Lasseter hält Vorträge

John Lasseter ist nicht nur das kreative Mastermind bei Pixar, er teilt seine Erfahrungen gerne mit einem größeren Publikum. Wer ihn auf einen seiner zahlreichen Vorträge auf der Bühne erlebt, hängt von der ersten Sekunde an fest an seinen Lippen. So viele Anekdoten und Geschichten rund um die Entstehung der Computergrafik hat der Mann mit den knallbunten Hawaii-Hemden als Markenzeichen zu erzählen. Angereichert mit Witz, Charme und echten Lebenstipps sind seine Vorträge stets eine Bereicherung - man geht immer schlauer aus seinen Veranstaltungen heraus, als man reinkam. Und das gilt nicht nur für Fans von Computeranimationsfilmen. Dabei bleibt der 12-fache Oskar-Gewinner immer außerordentlich bescheiden. Lasseter zitiert auf seinen Vorträgen gerne seinen damaligen Boss und Informatiker Ed Catmull: "Ich habe bei Pixar von Anfang an immer nur Leute eingestellt, die schlauer waren als ich. Das führte zwar dazu, dass ich nach 25 Jahren immer noch der dümmste bei Pixar bin, aber auch dazu, dass die hervorragenden Mitarbeiter sich immer voll entfalten konnten". Ein Zitat, dass vielen heutigen Führungskräften gut zu Gesichte stehen würde.

Die heutige Frage

Die Computeranimation hat ihre Grenzen, wenn die Figuren zu sprechen beginnen, die Stimmen stammen von echten Schauspielern. Wer lieh seine Stimme im Pixar-Film "Cars" dem Reifenhändler Luigi ("isse nur Fan von die Ferrari")?
  1. Rick Kavanian
  2. Bully Herbig
  3. Christian Tramitz
Wenn Sie die Antwort wissen, tragen Sie diese in unser Gewinnspielformular ein, das am 23.12. bis um 23.59 Uhr geöffnet ist.
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