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Apple Highlights 2015: OS X und iCloud

02.01.2016 | 07:14 Uhr |

OS X und iOS bleiben zwei getrennte Betriebssystemwelten, hört Apple nicht auf zu betonen. Dabei wachsen sie immer mehr zusammen.

Nach Apple kann man sich allmählich den Kalender stellen. Jedes Jahr zu Beginn des Sommers erfahren wir auf der Entwicklerkonferenz WWDC, was es denn diesmal an inkrementellen Änderungen in OS X und iOS gibt, im September kommen dann die beiden Betriebssysteme für den Mac und iPhone/iPad heraus. Im Jahr 2016 wird es nicht viel anders sein, womöglich läuft selbst die Präsentation wieder ähnlich ab.

Denn wenn Apple nur die ein oder andere Funktion und den ein oder anderen Look im Jahresrhythmus neu gestaltet, wird der Rahmen der Präsentation wichtigere als die Inhalte. So war es im Jahr 2015 auf der WWDC. Craig Federighi hatte vor der Show offensichtlich wieder einen Clown frühstücken müssen, eine wesentliche Zeitspanne nahm daher wie in den beiden Jahren zuvor die Antwort auf die Frage ein, wie denn das neue Mac-Betriebssystem heißen würde. Yosemite 2 hätte Apple  das jüngste Update auch nennen können, stattdessen steht der markante Berg El Capitan im Yosemite-Nationalpark Pate. Das Gefühl ist nicht verkehrt, dass El Capitan einfach das bessere Yosemite sein soll, wie Snow Leopard der bessere Leopard war und Mountain Lion der bessere Lion. Der Umstieg auf das "flache" Design, das Apple mit iOS 7 radikal auf iPhone und iPad brachte und seit Mavericks etwas zögerlich auf den Mac, ist nun abgeschlossen. Kleinere Verbesserungen bei der Mission Control, der Mitteilungszentrale rund Spotlight runden das Bild ab, wesentliche Neuerungen wie sie Yosemite etwa mit Handoff und Continuity bekommen hat, fehlen dieses mal - was bei jährlichen Updates aber nicht weiter verwundern dürfte. So steht auf der anderen Seite aber immerhin die Tatsache, dass alle älteren Rechner, die schon Yosemite (und Mavericks!) ausführen konnten, nun auch für El Capitan geeignet sind - in der Theorie dank der Optimierungen im Code sollten sie das neue OS X 10.11 sogar schneller ausführen können.

Einen radikalen Schnitt für iPhone und iPad bedeutete auch iOS 9 in diesem Jahr nicht. Sicher, Siri wird immer klüger und zum proaktiven Assistenten und das iCloud Drive kann sich noch als sehr nützlich erweisen. Auch hier sind alle älteren Geräte ab iPhone 4S und iPad 2 noch mit an Bord, der nächste Schnitt wird im Jahr 2016 erfolgen - vermutlich vom iPad Pro und den Anforderungen an das XL-Tablet getrieben.

Eine revolutionäre Ankündigung hatte Apple auf der WWDC im Juni dann doch noch zu machen: Die erst ein Jahr zuvor veröffentlichte Porgrammiersprache Swift wird Open Source. Apple will damit den Zugang für Entwickler senken, doch Profis sind ein wenig skeptisch.

Lesen Sie hier noch einmal, was wir über die WWDC, OS X 10.11 El Capitan, iOS 9 und Swift berichteten:

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