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Apple Maps umgeht Funklöcher

05.03.2015 | 12:45 Uhr |

Apple hat ein Patent für seine Navigationsapp erhalten. Diese soll bei der Routenberechnung Funklöcher mit in Betracht ziehen.

Das neue Patent für die Karten-Anwendung klingt zunächst einmal kurios. Bei der Berechnung von Routen soll sie in Zukunft nicht nur die Länge der Strecke oder der Fahrzeit berücksichtigen und Verkehrsinformationen mit einbeziehen, sondern sich auch nach dem besten mobilen Empfang richten. Eine Anwendung wie diese könnte aber nicht nur für Reisende Sinn machen, die beim Fahren lieber auf ihren Facebookstream schauen als auf die Straße, sondern hat konkrete Vorteile. Denn gerät man in einen Stau, hilft die beste Navi-App nichts, wenn sie dort den Anwendern nicht über eine alternativen Route informieren kann. Noch weit mehr Sinn macht das aber für Fußgänger im urbanen Raum, die so Funklöcher umgehen könnten. Gut, um verbunden zu bleiben, schlecht für Ausreden à la: "Dum ich hör' dich grad ganz schlecht, bin im Funkloch und lege auf."

Die App soll laut Patent in der Lage sein, während der Fahrt die Stärke der Mobilfunksignale zu messen und an Apples Server zu berichten. So werde mit der Dauer die Kartierung der Funknetze immer akkurater. Ob das Patent je in ein Produkt integreirt wird, ist fraglich, die konkrete Technik könnte etwa an der Akzeptanz der Nutzer scheitern. Denn so wäre das Tracken individueller Smartphones möglich, Skeptiker schenken womöglich der Anonymisierung der Daten kein Vertrauen. Insbesondere ist das Patent kein valider Beweis dafür, dass Apple tatsächlich an einem eigenen Auto arbeitet .

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