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Apple-Optionsskandal: Analysten unbesorgt

17.08.2006 | 12:33 Uhr |

Analysten zeigen sich unbesorgt über die Vorgänge um Unregelmäßigkeiten bei der Vergabe von Aktienoptionen.

Aufmacher Apple Blanz
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Apple prüft derzeit intern die Bilanzen und bereitet sich auf eine Anhörung vor der Nasdaq vor. Der Mac-Hersteller werde diesen Prozess so schnell wie möglich abschließen, meint Charles Wolf von Needham & Company. Apple wolle mit Sicherheit durch die Vorgänge "keine Ablenkung von der Vorstellung neuer iPods Anfang September". Ross Rubin, Finanzanalyst der NPD-Group glaubt nicht, dass die Untersuchungen in Apples Buchhaltung einen Einfluss auf Produktvorstellungen haben könnten. Weder seien Manager dadurch von den Vorbereitungen neuer Produkte abgehalten, noch werde Apple Premieren vorziehen, um vom Optionsskandal abzulenken: "Das Finanzmanagement läuft unabhängig von der Produktentwicklung." Bisher habe es auch keinen gegenseitigen Einfluss gegeben. Rubin sieht auch keine Gefahr, dass der Skandal langfrisitg Schaden anrichten könne. Der gleichen Meinung ist der Analyst Tim Bajarin von Creative Strategies. Man können Apples Zukunft nicht anhand der Vergabe von Aktienoptionen in der Vergangenheit bewerten. Die Nasdaq-Anhörung habe Apple nicht zu fürchten, meint Charles Wolf. Es gebe zwar die Regel, Firmen mit einem Delisting zu bestrafen, wenn sie ihr 10-Q-Filing mehr als 45 Tage verspätet abgeben, die Nasdaq werde die Apple-Aktie jedoch nicht aus dem Listing nehmen.

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