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Ive: "Apple Pencil will nicht die Finger ersetzen"

18.11.2015 | 11:11 Uhr |

Apples Chefdesigner Jonathan Ive erklärt im Interview mit dem Design-Magazin Wallpaper, welche Aufgabe der Apple Pencil erfüllen soll - und welche nicht.

Warum Apple das immer noch schwer erhältliche Zubehör für das iPad Pro , den Apple Pencil, nicht als "Stylus" bezeichnen will und nicht als Ersatz für die Finger konzipiert hat, erklärt Apples Chief Design Officer Sir Jonathan Ive dem Magazin Wallpaper . "Ich denke, es ist klar, dass der Apple Pencil dafür gedacht ist, Anmerkungen zu machen und die Finger das wesentliche Interface bei der Bedienung des Betriebssystems bilden", stellt Ive den Unterschied heraus. Der Pencil zeige seine Qualitäten, fokussiere man sich auf bestimmte Aufgaben wie Zeichnen, Schraffieren oder Notieren, die Finger werde er nie bei der Nutzung des iPad Pro ersetzen. In der analogen Welt sehe man schließlich auch keine Notwendigkeit, die Fingerkuppen mit Graphit zu bestäuben, um damit auf Papier zu malen. Der Apple Pencil ergänze also viel mehr die Interaktion mit dem iPad Pro und sei für schnelle Zeichnungen und Notizen beim Korrekturlesen eines Textes ebenso gut geeignet, pflichtet die Interviewer bei. Den Pencil werden gewiss auch Leute zu schätzen wissen, die nicht an der Kunstakademie studierten, hofft Ive.

Ive gab schon zuvor in einem Interview mit dem Telegraph Hinweise, worauf man bei der Einordnung des Apple Pencil zu achten habe. Natürlich fühle sich der Stift an, ganz anders als alle anderen Stifte die bisher für iPad oder dezidierte Grafiktablets entwickelt wurden. Der Apple Pencil reagiere ganz fein auf Druck, selbst in Apples Design-Team, in dem seit jeher Bleistift und Notizblock Grundwerkzeuge für jede Skizze waren, würden immer mehr Mitarbeiter auf den digitalen Stift umsteigen. Einzig bei der Antwort auf die Frage, wo denn ein leerer Stift neue Energie bekommen könnte, habe Apple keine natürliche Allegorie gefunden. Aber darauf, den Lightning-Port des iPad Pro zum Aufladen des Stiftes zu nutzen, muss man auch erst mal kommen, selbst wenn die Idee erst einmal alles andere als natürlich erscheint.

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