Apple Personalien

Fadell: „Forstall hat bekommen, was er verdient“

30.11.2012 | 09:38 Uhr | Peter Müller

Der ehemalige Apple-Manager Tony Fadell, von der Szene respektvoll „Vater des iPod“ genannt, stellt sich in der Diskussion um die jüngsten Umstrukturierungen bei Apple hinter CEO Tim Cook. Der entlassene iOS-Chef Scott Forstall habe bekommen, was er verdient.

„Ich denke, dass das, was vor ein paar Wochen passierte, verdient und gerechtfertigt ist.“ Die Apple-Mitarbeiter in Cupertino seien von den Ereignissen „begeistert“ gewesen, nun hätten andere „fantastische Leute“ die Chancen, „Steve Jobs’ Vermächtnis“ zu erfüllen, erklärte Fadell in einem Interview mit der BBC. Fadell soll seinerseits wegen Unstimmigkeiten mit Scott Forstall Apple im Jahr 2009 verlassen haben.

Welche Verdienste Fadell sich mit dem iPod um Apple erworben hat, deutet der CEO des Thermostatherstellers Nest in dem Gespräch ebenso an: „Man muss nur zurückschauen, Apple hatte im Jahr 2001 [als der iPod auf den Markt kam, die Red.] 250 Millionen US-Dollar auf der Bank, aber 500 Millionen Schulden.“ Das iPod-Projekt des kriselnden Mac-Herstellers sei daher kühn gewesen, Fadell habe seinerzeit diese Kühnheit des Projektes gereizt. Die größte Herausforderung sei es gewesen, so etwas Empfindliches wie eine Festplatte stabil in die Hosentaschen der Verbraucher zu bekommen, erinnert sich Fadell.

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