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Apple verhandelt mit Providern über einheitliche SIM

16.07.2015 | 16:46 Uhr |

Laut Financial Times wollen die beiden größten Smartphone-Hersteller eine einheitliche SIM für zukünftige Mobilgeräte.

Eigentlich sind Apple und Samsung die größten Rivalen auf dem Smartphone-Markt, doch wenn es über die Grenzen gehen soll, verbünden sich die beiden Hersteller gerne. Diesmal führen sie gemeinsam Gespräche mit der GSMA (Groupe Speciale Mobile Association) in Zürich über eine einheitliche SIM, die in einem Smartphone für alle Mobilfunkprovider gelten soll und so dem Nutzer den Umstieg von einem zu dem anderen Tarif oder von einem zu dem anderen Anbieter erleichtert. Nach Angaben der Financial Times ist die GSMA kurz davor , eine Vereinbarung der mobilen Funkanbietern über eine vereinheitliche SIM zu verkünden. Momentan zählt die Assoziation 800 Funkanbieter als Teilnehmer. Eine derartige Vereinbarung würde eine Kooperation mit den Smartphone-Herstellern, sprich Apple und Samsung, nach sich ziehen. Nach Angaben der Financial Times sind in den Gesprächen AT&T, Deutsche Telekom, Orange, Telefónica und Vodafone involviert, sprich, die größten deutschen Anbieter wären auch dabei. Anne Bouverot, die Vorsitzende der GSMA, hat gegenüber der Zeitung behauptet, alle Parteien arbeiten an der "gemeinsamen Architektur".

Apple versucht seit einiger Zeit, etwas Unabhängigkeit von den mobilen Funkanbieter zu erlangen. So ist im letzten Jahr die hauseigene Apple-SIM gestartet. Doch die Karte ist nur auf die Cellular-Modelle des neuesten iPad Air 2 und iPad Mini 3 beschränkt. Zudem konnte Apple bis jetzt nur wenige Anbieter überzeugen, bei der Apple-SIM mitzumachen. In Deutschland wurde die Apple-SIM erst vor zwei Wochen verkündet . Mit dem Anbieter Gigsky kann man die Tarife auch sehr gut im Ausland nutzen.

Wir haben die Deutsche Telekom um einen Kommentar  gebeten. Die Nachrichten-Agentur Reuters konnte momentan die Meldung von Financial Times aus eigenen Quellen nicht bestätigen.

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