Von Peter Müller - 07.01.2013, 16:28

Diskussion um Steuervermeidung

Apple: "Sechs Milliarden US-Dollar Steuern bezahlt"

Apple wehrt sich gegen Vorwürfe, massiv Steuervorteile im Ausland zu suchen.
Apple hat auf in der New York Times geäußerten Kritik zu seinen Steuerstrategien reagiert, berichtet der IDG News Service. Apple bezeichnet sich in einer Erklärung als "einer der größten Zahler von Unternehmenssteuern im Land, wenn nicht gar der größte." Im Geschäftsjahr 2011/2012 habe man sechs Milliarden US-Dollar an den US-Fiskus abgeführt und damit ein vierzigstel der gesamten Steuereinnahmen von Unternehmen.
Apple bleibt jedoch weiter in der Kritik, denn der Mac-Hersteller könnte in den USA weit mehr Steuern zahlen. Etwa 70 Prozent seiner Gewinne verbucht Apple außerhalb der USA, in Ländern, in denen weniger Steuern zu bezahlen sind. So verfügt Apple etwa über Niederlassungen in Irland (Apple Store) und Luxemburg (iTunes Store). Auch in den USA mache sich Apple das vorhandene Steuergefälle zunutze und verbuche Teile seiner Einnahmen über ein Büro in Reno, Nevada, wo statt der in Kalifornien üblichen acht Prozent Unternehmenssteuer 0 Prozent anfielen, werfen die Kritiker ein.
Apple wehrt sich gegen die Vorwürfe und bezeichnet seine Geschäftsführung als "mit den höchsten ethischen Standards und allen geltenden Gesetzen und Bilanzierungsregeln" vereinbar.
Der US-Senat untersucht derzeit nicht nur die Steuerstrategien Apples sondern auch die anderer großer Firmen auf der Suche nach höheren Staatseinnahmen. Das zuständige Komitee hält die Maßnahmen der US-Unternehmen, ihre Steuern vor allem im Ausland zu entrichten für "eine bedeutende Ursache des Haushaltsdefizits" und den Grund für die "Steuerlasten, die der US-Bürger zu tragen" habe. Im November 2012 hat Apple-CEO Tim Cook angeblich zusammen mit anderen Firmenvorständen zusammen mit US-Präsident Obama Wege ausgelotet, um Steuern in die USA zu "repatriieren" ohne die Lasten für die Unternehmen dabei nennenswert zu erhöhen.
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