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Apple verhandelt angeblich mit kanadischen Providern über Apple TV

07.02.2012 | 14:06 Uhr |

Apples ominöses TV-Projekt macht angeblich Fortschritte. In Kanada soll der Mac-Hersteller derzeit an einem Pilotprojekt arbeiten, das sich um das wesentliche Problem kümmert: Die Inhalte.

Apple TV
© Apple

Die renommierte kanadische Zeitung " The Globe and Mail " berichtet über Verhandlungen zwischen Apple und den beiden lokalen Providern Rogers Communications und BCE . Die beiden Unternehmen sind nicht nur Inhalte-Anbieter, sondern versorgen ihre Kunden mit einem Gesamtpaket Dienstleistungen wie Telefon, stationäres Internet, mobiles Internet für Smartphones und Tablets, TV mit bis zu 500 Kanälen ( Rogers , Bell ) sowie Heim-Überwachung. Die Auswahl von solchen Komplett-Anbietern bringt Apple deutliche Vorteile auf dem Fernseh-Markt: So sind mit Rogers und Bell inhaltliche sowie technische Aspekte des Internet-TV abgedeckt. Als Internet-Provider bieten sie genügend Bandbreite für Dienste wie Live-Stream oder Video-On-Demand. Gleichzeitig haben sie genügend TV-Kanäle unter Vertrag, somit muss Apple nicht mit einzelnen Vertretern verhandeln, sondern kann gleich ein Paket mit mehreren Lizenzen erwerben.

Die Quellen der Zeitung berichten, dass das neue Apple TV bereits von beiden Providern getestet werde. Angeblich setzt Apple bei seinem TV-Gerät auf intuitive Bedienung mit Sprachsteuerung Siri und Gestensteuerung. Mehr technische Details weiß "The Globe and Mail" nicht zu berichten, Apple schweigt sich zu den Fragen über das neue Produkt wie gewohnt aus.

Der intelligente Sprachassistent Siri ist seit Oktober letzten Jahres im iPhone 4S im Einsatz. Kurz danach hatte Apple noch eine Option für Gestensteuerung der Video-Inhalte patentiert ( US-Patent 2011/0261213 A1 ). Dabei handelt es sich um eine zusätzliche Funktion zur Steuerung der Video-Inhalte auf unterschiedlichen Geräten. Die Technologie beinhaltet auch ein Gesichtserkennung-Modul, der zur Unterscheidung mehrerer Nutzer dienen soll. Ähnlich wie bei Siri ist mit diesem Modul eine kontextbezogene Suche der Inhalte möglich, sprich, das Programm kann die Präferenzen der einzelnen Nutzer berücksichtigen. Von Gesichtserkennung-Software könnte die gesamte Mediathek profitieren: Die Software erkenne Gesichter in Musik-Videos und Filmen und stelle Relevanzen zwischen den Inhalten her. Nach ähnlichem Prinzip funktionieren die Empfehlungen mit Genius in iTunes: Das Programm sucht ähnliche oder gleiche Inhalte in der Musik-Mediathek. Genius kann dabei aber auf Text in den ID3-Tags zugreifen und so Album, Musikrichtung, Sänger oder Band erkennen und auswerten.

Das Patent zur Gestensteuerung umfasst die Fingergesten auf dem iPhone- oder iPad-Display, sowie andere Körperbewegungen ohne direkten Kontakt. Da mit der beschriebenen Technologie das simultane Abspielen der Videos auf dem großen Bildschirm des TV und auf iPhone oder iPad möglich ist, liegt der Verdacht nahe, dass die Steuerung des neuen Apple TV in manchen Fällen den mobilen Geräten überlassen wird. Außer Touch-basierten Gesten auf dem Display sieht die Technologie auch Steuerung mit den allgemeinen Gesten vor. Dazu brauchen die Eingabegeräte entweder einen optischen oder infraroten Sensor. ( Zumindest der Infrarot-Sensor bei Apple-Geräten eine Vision... (Aprilscherz )).

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