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Apple TV: Diese Hardware steckt drin

15.01.2007 | 11:31 Uhr |

Die Notebook-Technik von gestern wird in Apple TV morgen wieder aktuell. Die Gerüchteseite AppleInsider und deren Informanten haben den Deckel des "großen iPods ohne Bildschirm" geöffnet und nachgesehen, was für Bauteile drin stecken: Ein Intel-Prozessor sorge für die nötige Rechenleistung, hatte der Hersteller bereits bei der Vorstellung verraten.

Erst jetzt erfährt man Genaueres : Der Pentium-M-basierte Prozessor mit Codenamen "Crofton" ist anscheinend mit 1,0 Gigahertz getaktet, setzt auf einen 350 Megahertz-Bus und hat zwei Megabyte Level-2-Cache an Bord.

Lange konnte Apple das Geheimnis um das Innenleben seiner Anbindung ans Wohnzimmer nicht für sich behalten: Bereits bevor Apple TV im Februar auf den Markt kommt (wir berichteten) , liegen die meisten Komponenten nun auf dem Tisch, virtuell zumindest. Neben dem Prozessor, der eine Technik aus der Zeit vor der Einführung der Core Duo-Prozessoren verwendet, ist auch die Grafikkarte keine Novelle: Bei der nVidia G72M handelt es sich im Wesentlichen um eine GeForce Go 7400 mit 64 Megabyte DDR2-Videospeicher. Außerdem stecken auf dem TV-Mainboard 256 Megabyte RAM. Den Arbeitsspeicher soll man nicht austauschen können - er sei auf der Hauptplatine festgelötet, schreibt AppleInsider. Damit dürfte sich der Traum manches Bastlers erübrigen, der aus dem digitalen Medienhub gerne (ohne großen Aufwand) einen kleinen Mac gebastelt hätte.  

Online-Verbindung Pflicht

Bereits von Steve Jobs Keynote bekannt war der Speicherplatz auf der Festplatte: Auf 40 Gigabyte passen bis zu 50 Stunden Filme, 9.000 Lieder oder 25.000 Bilder, so Apples Rechnung. Dass es sich bei der Platte um ein 2,5-Zoll-Modell handelt, war ebenfalls bereits abzusehen - steckt dieses Format doch bereits im Mac mini. Laut AppleInsider können Anwender mit Fairplay geschützte Inhalte nur dann abspielen, solange sie mit dem Internet verbunden sind - entweder über Kabel oder über eine Wi-Fi-Verbindung.  

Eingeschränkt abwärtskompatibel

Falsch hingegen ist die Annahme, das sich Apple TV ausschließlich über das neue 802.11n-Protokoll ansprechen lässt. Der Vorgänger 802.11g funktioniert im kabellosen Netz selbstverständlich genauso, was die Kompatibilität zu einer Reihe von älteren Macs gewährleistet. Nur, so warnen Apples Experten im Gespräch mit macnews.de, funktioniere das Streamen von Videoninhalten in hoher Qualität damit nur eingeschränkt und nicht wirklich flüssig. Apple TV lässt sich zudem nicht als Router einsetzen, wie die Gerüchteküche im Vorfeld weithin vermutet hatte.  

Softwareausstattung weiter spannend

Nun mögen der Februar und Apple TV kommen, viele Fragen scheinen nicht mehr offen zu sein. Oder etwa doch? Auf dem Gerät läuft wohl eine neue Version von Front Row, die unter Mac OS X 10.5 ähnlich aussehen könnte. Arbeitet auf dem Gerät folglich eine ähnlich abgespeckte Mac OS X-Version wie auf dem iPhone? Wie viel Platz nimmt sie auf der Festplatte ein und lässt sie sich erweitern? Wird Apple dafür Updates zur Verfügung stellen - vielleicht sogar kostenpflichtige - und lassen sich Plug-ins für QuickTime installieren und so DivX- und Xvid-Filme über Apple TV ansehen? Bis das erste Gerät in der macnews.de-Redaktion eintrifft, wird noch einige Zeit vergehen. Gespannt aber darf man weiterhin sein. Bild: macnews.de

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