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Apple Tablet von Apples Anwälten indirekt bestätigt?

15.01.2010 | 15:59 Uhr |

Apple versteht keinen Spaß und schickt seine Anwälte auf einen Blogbetreiber los, der zur Schnitzeljagd nach dem ominösen Apple Tablet aufgerufen hatte. Den Anwaltsbrief sehen die Verantwortlichen nun als indirekten Beweis für die anstehende Premiere des Apple Tablet.

Der auf Klatsch und Tratsch spezialisierte Blog Gawker war offenbar das Warten auf das Apple Tablet und die brodelnden Gerüchte leid: 10.000 US-Dollar wolle man demjenigen zahlen, der ein authentisches Foto oder Video des für Ende des Monats erwarteten Apple Tablets einsende. Auf 50.000 US-Dollar wäre die Belohung gestiegen, wäre Steve Jobs mit abgebildet. 100.000 US-Dollar wäre den Publishern gar eine Stunde mit einem funktionsfähigen Apple Tablet wert gewesen.

Die am Mittwoch gestartete Schnitzeljagd rief jedoch keine Maulwürfe bei Apple auf den Plan, sondern die Rechtsabteilung des Mac-Herstellers. In dessen Auftrag drohte der Anwalt Michael Spillner der Kanzlei Orrick, Herrington & Sutcliffe mit rechtlichen Konsequenzen, werde der Wettbewerb nicht sofort eingestellt.

Interessant lese sich seine Begründung, meinen die Gawker-Verantwortlichen. Apple stufe die Informationen, die Gawker einfordere - das Aussehen, Funktionalität und Markennamen - als streng vertraulich ein. Eine Veröffentlichung derartiger Bilder verletze Apples Firmengeheimnisse. Getreu dem Motto "Getroffene Hunde bellen" sieht Gawker das Schreiben als indirekten Beweis für die Existenz eines Apple Tablets an. Der Anwalt habe daher auch den ersten Preis der damit beendeten Schnitzeljagd gewonnen. Mangels Foto will Gawker zwar kein Geld überweisen, Spillner jedoch mit einer DVD "Natürlich Blond 2", einem Gutschein für den Zune-Marketplace über 25 US-Dollar und einen Satz Steakmesser bedenken.

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