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Gerücht: Apple-Tablet verzögert sich und erhält OLED

19.11.2009 | 13:25 Uhr |

Laut aktuellen Gerüchten soll sich die Veröffentlichung des Tablet-Mac auf die zweite Jahreshälfte 2010 verschieben. Zudem gibt es Neuigkeiten über die angeblich geplante Ausstattung.

Tablet-Mac
Vergrößern Tablet-Mac
© Apple et al

Die taiwanesische Branchenzeitung Digitimes will neue Details über den seit langer Zeit erwarteten Tablet-Mac erfahren haben. Laut diesen aktuellen Informationen soll sich der Marktstart des Tablets deutlich verzögern. Gerüchte hatten das erste Quartal 2010 als möglichen Zeitraum vermutet. Jetzt berichtet Digitimes, dass der Tablet-Mac erst in der zweiten Jahreshälfte herauskommen wird. Apple soll zuvor den März als Erscheinungstermin vorgesehen haben.

Als Grund für diese deutliche Verzögerung nennen die Quellen eine Planänderung Apples. Das Unternehmen habe sich für einige andere Komponenten umentschieden. So soll es nach den neusten Plänen auch eine Version mit OLED-Bildschirm geben. Laut den Informationen der Zeitung wird es zwei Versionen des Tablet-Mac geben. Eine mit herkömmlichem LCD-Bildschirm und 10,6-Zoll, sowie eine weitere Variante mit 9,7-Zoll-Display mit OLED-Technik.

Rätselraten über den Preis

Diese OLED-Bildschirme sind derzeit noch besonders teuer. Digitimes nennt einen Einkaufspreis von 500 US-Dollar pro Display. Die Besonderheit der OLED-Technik liegt darin, dass bei diesen Bildschirmen die einzelnen Bildpunkte (Pixel) selbst hell leuchten und nicht wie bei LCD-Displays durch eine Hintergrundbeleuchtung angestrahlt werden müssen. Laut Schätzungen der Quellen könnte diese OLED-Version des Tablet-Mac Apple bei der Produktion bis zu 1.700 Dollar kosten. Nach einiger Zeit könnten diese Kosten auf 1.200 Dollar fallen.

Der Verkaufspreis der OLED-Version würde somit anfangs bei über 2.000 Dollar liegen. Die Version mit dem herkömmlichen Bildschirm dürfte laut Digitimes etwa 800 bis 1.000 Dollar kosten. Diese Zahlen klingen jedoch teilweise sehr hoch gegriffen. 1.200 Dollar Herstellungskosten für Gehäuse, Chipsatz und Speicher (die Komponenten abzüglich des Displays) sind für ein Gerät, das mit Netbooks und E-Bookreadern konkurrieren soll, sehr hoch. Digitimes wendet hier die Faustformel an, dass der Bildschirm etwa 30 Prozent der Teilekosten ausmacht. Bei einer überproportional teuren Komponente wie dem OLED-Panel passt diese Formel aber vermutlich nicht mehr.

Die OLED-Bildschirme sollen von LG stammen. Apple habe mit dem Hersteller einen Vertrag über Displaypanels , der auch die Lieferung von OLED-Bildschirmen umfasse, so die Digitimes.

Nachtrag : Der Analyst Gene Munster von Piper Jaffray geht davon aus, dass ein Tablet-Gerät von Apple nur dann ein Erfolg wird, wenn der Preis unter 700 US-Dollar liegt. Munster vermutet, dass Apple mit Netbooks und anderen günstigen Geräten konkurrieren will und den Preis nicht zu hoch ansetzt – selbst wenn dies auf Kosten der Marge geht. Die spekulierte Verzögerung des Geräts hält Munster für irrelevant. Es sei den Anlegern nicht wichtig, wann solch ein Gerät von Apple auf den Markt kommt, sondern ob.

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