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Apple beantwortet 80% der Behörden-Anfragen

19.04.2016 | 15:26 Uhr |

In der Vergangenheit bekräftigte Apple immer wieder seine starke Haltung in Sachen Datenschutz. Nun veröffentlichte das Unternehmen in einem frei einsehbaren Bericht detaillierte Zahlen über Anfragen der Behörden und richterliche Anordnungen. Hierbei wird deutlich, dass sich Apple in den meisten Fällen kooperativer zeigt, als vielleicht mancher vermuten mag.

In einem offiziellen Bericht informiert Apple detailliert über offizielle Anträge, welche von verschiedenen Behörden an das Unternehmen gestellt wurden. Dabei bezieht sich Apple auf den Zeitraum vom 1. Juli bis zum 31. Dezember 2015, in dem das Unternehmen mehr als 30.000 Anträge erreichten. Laut eigenen Angaben soll Apple rund 82 Prozent der Anfragen beantwortet haben. Auch wenn es nicht erlaubt ist, die exakte Anzahl der Anträge, welche im Rahmen der nationalen Sicherheit gestellt wurden, zu nennen, sollen diese zwischen 1250 und 1499 Anfragen liegen.

„Apple nimmt die Verpflichtung in Sachen Datenschutz sehr ernst und wir arbeiten unglaublich hart daran, um die sicherste Hardware, Software und Services anbieten zu können. Wir glauben ebenfalls, dass jeder Kunde das Recht hat, zu verstehen, wie mit den persönlichen Informationen umgegangen wird“, erklärt Apple in dem Bericht.

In vier verschiedenen Tabellen kategorisiert Apple die Anträge nach Land, Region und Anfrageart. Die meisten Anträge fallen in den Bereich der „Geräte-Anfragen“. Dabei „sich auf Informationen auf verlorene oder gestohlene Geräte“ beziehen.

Apples Kooperationsbereitschaft liegt hierbei bei rund 52 Prozent in Europa, Mittleren Osten, Afrika und Indien, in den USA sogar bei bis zu 80 Prozent. Mit rund 12.000 Anfragen durch die zuständigen Behörden nimmt Deutschland im europäischen Raum sogar den ersten Platz ein. In den Anfragen waren somit insgesamt 31.360 Geräte betroffen.

Von größerem Interesse sollten jedoch die Anfragen nach näheren Account-Informationen sein, bei denen zuständige Behörden unter anderem Zugriff auf Namen und Adressen sowie Kopien von iCloud Backups beantragten. Auf den ersten Blick scheinen die „Account-Anträge“ mit insgesamt 1813 Anträgen in einem sehr geringen Maße stattgefunden zu haben. Immerhin stammen rund 1015 dieser Anträge aus den USA. Allerdings handelt es sich hierbei um Anfragen, die mehrere Accounts abdeckten, sodass letztendlich eine Gesamtheit von rund 12.850 Accounts betroffen sind. Im asiatischen Pazifik-Bereich kooperierte Apple in 43 Prozent der Anträge, in Europa, Mittleren Osten, Indien und Afrika in rund 50 Prozent der Fälle. In Latein-Amerika wurden sogar 97 Prozent der Anfragen bearbeitet.

Auch in Sachen „Notfall-Anfragen“ bietet Apple einen genaueren Einblick. Laut eigenen Angaben habe Apple alle der 178 Anträge weltweit umgehend bearbeitet, da das Unternehmen glaubt, dass in Notfällen, wie beispielsweise mit unmittelbar bevorstehender Todesgefahr, umgehend gehandelt werden müsse. Die meisten Anträge stellte in diesem Fall Großbritannien mit insgesamt 43 Anfragen, Deutschland benötigte in lediglich drei Fällen genauere Informationen.

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