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Apple Watch: Apple will an unser Handgelenk

06.10.2014 | 12:44 Uhr |

Mode-Accessoire, Sportbegleiter und Alltagshelfer soll die Apple Watch sein. Apples erstes Wearable soll vieles sein und vieles können.

Apple nennt die Apple Watch "das persönlichste Gerät aller Zeiten". Wir sollen sie immer tragen: beim Training, beim Autofahren oder bei der Arbeit. Apple positioniert die Bluetooth-Uhr klar als Lifestyle-Produkt. Entsprechend bedeckt hält sich das Unternehmen bei den technischen Daten und stellt vielmehr die modischen und praktischen Aspekte in den Vordergrund. Drei Gehäusematerialien gibt es: Edelstahl, Aluminium ("Sport") und Gold ("Edition", echtes Gold, 18 Karat). Jede dieser Metallvarianten hat zwei Farben. Dazu kommt die Uhr in zwei Größen: 38 und 43 Millimeter. Das bezeichnet jeweils die Länge des Gehäuses. Zahlreiche Armbänder erweitern die Auswahl.

Für Gründe für die Apple Watch

Apple wagt sich in neue Produktkategorien und bietet interessante technische und modische Neuheiten, nur: Wer soll die Apple Watch kaufen? Wir haben fünf Gründe für eine Kaufentscheidung zusammengestellt.

Kaum Technikdetails bekannt

Weniger üppig sieht es dagegen bei den Infos zu technischen Details aus. Displayauflösung? Retina, mehr sagt Apple nicht. Akkulaufzeit? Keine Angabe. Vom Prozessor, internen Speicher und Co. ganz zu schweigen. Andere Aspekte der Technik zeigt Apple dagegen sehr gerne: das neue Display, das mit Saphirglas verstärkt ist und Fingertippen von echtem Drücken unterscheiden kann. Oder die "Taptic Engine", eine Art moderner Vibrationsalarm, der dem Nutzer dezent auf das Handgelenk klopfen soll. Damit könne man beispielsweise die richtige Richtung beim Navigieren rein haptisch erfahren –  je nachdem, ob die Watch nach rechts oder nach links "vibriere". Ein Beschleunigungssensor ist als Schrittmesser ebenfalls eingebaut, dazu gibt es an der Unterseite einen Pulsmesser, der aus Photozellen und LED-Licht besteht. Zudem ist die Apple Watch laut Apple wasserfest. Da sie Apple Pay unterstützt, muss sie auch NFC können.

Die "Digital Crown" ist das Drehrädchen zum Zoomen sowie Scrollen und gleichzeitig der Homebutton.
Vergrößern Die "Digital Crown" ist das Drehrädchen zum Zoomen sowie Scrollen und gleichzeitig der Homebutton.
© Apple

Apple hat sich wieder einmal ein neues Eingabegerät einfallen lassen, bei der Apple Watch ist es die "Digital Crown", also die digitale Krone (das typische Aufziehrädchen – für Nichtkenner). Diese dient bei der Apple Watch zum Scrollen und als Homeknopf - zusätzlich zum Touchscreen. Damit soll der kleine Bildschirm möglichst oft frei sichtbar bleiben und nicht ständig von den touchenden Fingern verdeckt werden. "Mit Sicherheit ein Meilenstein in der Bedienung einer Smartwatch", erklärt uns Thomas Wanka, Chefredakteur des Uhren-Magazin. Die Apps der Apple Watch sind wabenförmig angeordnet, per Crown oder Touchscreen scrollt oder zoomt sich der Nutzer durch die Welt der kleinen Icons.

Erster Blick auf die Apple Watch

Nur wenige Menschen außerhalb Cupertinos haben die Apple Watch bisher tragen dürfen. Der Uhrenspezialist Arial Admas hatte die Gelegenheit für einen ersten Test. Sein Fazit: Die Apple Watch ist wie eine Armbanduhr im 21sten Jahrhundert sein soll .

Soweit wir das bisher beurteilen können, hat Apple die vielen Funktionen und iPhone-Funktionserweiterungen der Apple Watch sorgfältig umgesetzt und ausgearbeitet.

Gesundheit

Die Apple Watch ist ein idealer Begleiter für Gesundheitsbewusste. Wie funktioniert eigentlich das in iOS 8 integrierte Healthkit?

Der Homescreen. Die Miniapps sind in Wabenanordnung sortiert.
Vergrößern Der Homescreen. Die Miniapps sind in Wabenanordnung sortiert.
© Apple

Nur für das iPhone

Wenig überraschend: Die Apple Watch benötigt ein iPhone als Gegenspieler. Sie verbindet sich über Bluetooth oder WLAN mit dem Apple-Smartphone und überträgt beispielsweise Sportdaten dorthin oder zeigt die Route von Apples Karten an. Apple Watch kann auch die GPS-Daten vom iPhone nutzen. Die Apple Watch funktioniert mit dem iPhone 5, 5C und 5S - dazu mit dem iPhone 6 und 6 Plus.

Mehr Details zur Apple Watch

Wasserfest, aber nicht wasserdicht soll die Uhr werden. Und wenn die Apple Watch ein iPhone ab dem iPhone 5 als Begleiter voraussetzt, sind viele Funktionen auch ohne Internetverbindung nutzbar.

Fazit: Auf Lifestyle ausgerichtet

Es gibt mehr Modellvarianten von der Apple Watch als wohl von jedem anderen Apple-Produkt zuvor. Auch wenn die Apple Watch zunächst nicht wirkt, als würde sie die Smartwatch-Nische völlig revolutionieren, erntet sie doch viel Lob. Denn Apple hat die Smartwatch aus der Geek-Ecke geholt und zum potenziell praktischen Digitalwerkzeug für Viele gemacht. Egal ob beim Nordic Walking oder der Büro-Organisation, die Apple Watch kann überall ein wenig weiterhelfen.

Dies sind nur die sechs Gehäusevarianten - die es zudem in je zwei verschiedenen Größen gibt. Dazu kommen noch etliche Armbänder zur Individualisierung.
Vergrößern Dies sind nur die sechs Gehäusevarianten - die es zudem in je zwei verschiedenen Größen gibt. Dazu kommen noch etliche Armbänder zur Individualisierung.
© Apple

Dazu sind die Funktionen offenbar sehr sauber und verständlich umgesetzt, was bisher kaum eine Smartwatch von sich behaupten konnte. Ob sie aber auch auf Dauer ein nützlicher Alltagsbegleiter sein wird, kann nur ein längerer Test herausfinden. Dies ist einer der großen Haken: Die Watch kommt erst Anfang 2015 auf den Markt, also frühestens vier Monate nach der Vorstellung. Viel Zeit, um sich in der Zwischenzeit für andere Dinge zu begeistern - und viel Zeit für die Konkurrenz, ihrerseits an der Software zu arbeiten. Ein weiterer Tiefschlag: Mit 350 Euro ist die Edelstahlversion die Günstigste der drei. Die leichtere Aluvariante "Sport" kommt ohne Saphirglas und kostet dennoch noch mehr. Die Gold-Edition ist die teuerste. Einige vermuten, dass diese bis zu 1000 Euro kosten könnte.

Das Gesicht zur Uhr

Nicht von ungefähr zeigt Apple seine intelligente Armbanduhr in Paris Modeexperten her. Das Marketing wird wohl weniger auf Technik und mehr auf Styling setzen. Als Testimonial für kommende Apple-Watch-Kampagnen ist das chinesische Model Liu Wen im Gespräch .

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