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Apple Xsan in der Praxis

02.08.2005 | 12:10 Uhr |

Die Xsan-Technologie ermöglicht den gleichzeitigen Zugriff vieler Clients auf ein oder mehrere Speichervolumen. Ob sich dieses neue Dateisystem auch in der Praxis bewährt prüften wir bei einer Hamburger Fernseh-Produktionsfirma.

Die Firma Rebel Media Ltd. im Hamburger Schanzenviertel ist bundesweit erst das zweite professionelle Fernsehproduktionsunternehmen, die sich für eine größere Investition in Apples neue Xsan-Technologie entschieden hat. Rebel Media produziert mit drei festen und einer handvoll freien Cuttern die Trendsport-Magazine „Stoke!“ für das DSF und „RebelTV“ für die weltweite Ausstrahlung sowie Fernseh- und Kinowerbung, etwa für Suzuki Automobile und Sony-Ericsson. Zum Einsatz kommen dabei drei PowerMac G5-Schnittplätze mit Final Cut Pro sowie ein Ton-Studio, angebunden an drei Xraid-Speichersysteme und einen G5 Xserve.

Die Anfänge

Über mehrere Jahre hinweg produzierte Rebel Media die Programme ausschließlich auf einem alten Avid Media Composer, bis man Anfang 2004 das erste Schnittsystem auf Basis von Final Cut Pro anschaffte. Zum Einsatz kam damals ein Power Mac G5 mit 2GHz sowie ein mit sieben 180-GB Festplatten halbseitig bestücktes Xraid. Nur drei Monate später kaufte die Firma einen zweiten Power Mac G5 mit Final Cut Pro und bestückte auch die zweite Seite des Xraid mit sieben 250-GB Festplatten. Auf diese Weise konnten zwei Cutter auf einem Xraid arbeiten, welches aus zwei eigenständigen Volumes mit zusammen etwa 2 Terabyte Kapazität bestand.

Über die schnelle Fibre-Channel Anbindung schaffte das RAID auf beiden Seiten locker die mindestens benötigten 20 MB Datendurchsatz pro Sekunde. Nachteil dieser Konfiguration war, dass die RAIDs untereinander keine logischen Verbindungen hatten. Brauchte der eine Cutter Material vom anderen Schnittplatz, so musste die Daten über ein Gigabit-Ethernet kopiert werden. Diese Prozedur war nicht nur langwierig sondern auch fehleranfällig, da die Konsolidierungs-Funktion des Media Managers von Final Cut Pro durchaus ihre Macken hat. Außerdem führte das Kopieren zu einem unnötigen, doppelten Datenbestand von mitunter mehreren hundert Gigabyte.

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