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Apple aktualisiert seine Video- und DVD-Authoring-Software

07.04.2003 | 12:11 Uhr |

München/Macwelt - Die heute in Las Vegas eröffnete NAB 2003 hat Apple zum Anlass genommen, seinen professionellen Softwareprodukten zur Videoproduktion ein Update zu verpassen: Final Cut Pro 4, DVD Studio Pro 2 und Shake 3 heißen die neuen Werkzeuge für Video-Profis. Final Cut Pro 4 unterstützt ab sofort mehrere Videostreams gleichzeitig zum Compositing und Einarbeiten von Videoeffekten. Apple nennt das RT Extreme. Daneben lässt sich in der neuen Version das Interface nach dem eigenen Geschmack verändern, die Trimming und Timeline Werkzeuge bieten nun asymmetrisches Trimmen von Masterclips und zusammengestellten Clips, das Titelgenerator bietet neue animierte Effekte. Außerdem lassen sich mit Final Cut Pro 4 aus einer Sammlung freier Tonclips die eigene Filmmusik zusammenstellen.Als revolutionär deklariert Apple ein neues XML-basiertes Austauschformat, das die Lücke zwischen Schneideplatz und Postproduktion schließen soll. "XML Link" basiert auf offenen Standards. Namhafte Firmen haben deshalb angekündigt, das neue offene XML-Dateiformat und die Firewire-basierten I/O-Rahmen zu unterstützen. Dazu zählen Panasonic, AJA, Automatic Duck, Quantel, Pinnacle, Omneon und Curious Graphics.

DVD Studio Pro 2

Das aktualisierte DVD Studio Pro 2 soll in erster Linie den Workflow und die intuitive Benutzerführung verbessern. Dazu hat Apple der DVD-Authoring-Software neue Templates spendiert, einen Menüeditor mit interaktiven Linien und Führungshiflen integriert, einen Trackeditor eingebaut, der Video- und Audio-Untertitel anzeigt und einige professionelle Codecs zum Encodieren des Ursprungsmaterials aktualisiert: Dazu zählen MPEG-2 mit 1-pass CBR, VBR und 2-pass VBR. Die Zeitleiste (Timeline) und andere Bedienelemente sollen die Weiterverarbeitung eines Films von Final Cut Pro zu DVD Studio Pro erleichtern.

Shake 3

Schließlich hat Apple Shake auf Version 3 aktualisiert. Die Software, die etwa auch zum Compositing von Herr der Ringe 2 verwendet wurde, soll ebenfalls den Workflow verbessern. Ein nicht-lineares, baumbasiertes Compositing-Modell soll jede Veränderung am Ausgangsmaterial sichtbar machen. Shake 3 verfügt zudem über eine neue Rendering Engine und eine neue Effekttechnik. Damit lassen sich etwa Farbveränderung in mehreren Ebenen in hoher Qualit?t (8, 16 und 32 Bit Farbaufl?sung) einarbeiten. Die erst letztes akquirierte Software soll zudem flexibler sein als bisher, was sich etwa an der Unterstützung einiger Plug-Ins von Drittherstellern wie The Foundry, GenArts oder Ultimatte zeigt. Die Engine erlaubt es zudem unabhängig von der Auflösung Standarddefinition (SD), Highdefinition (HD) und Filmimages gleichzeitig zu rendern. chr

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