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iPad-Kunden sind am zufriedensten

02.08.2011 | 11:07 Uhr

US-Konsumenten würden ihren Freunden und Familien am ehesten das iPad empfehlen, haben die Analysten von IHS iSuppli ermittelt. Die Dominanz ist beträchtlich, Apple soll bis mindestens 2015 an der Spitze bleiben.

Die Analysten haben amerikanische Tablet-Nutzer gefragt, mit welcher Wahrscheinlichkeit sie ihren Freunden oder Familienmitgliedern das Gerät, das sie zurzeit verwenden, weiterempfehlen würden. Auf einer Skala von 1 (keine Empfehlung) bis 10 (wärmste Empfehlung) stimmten iPad-Besitzer im Durchschnitt mit der Note 8,8 ab - der höchste Wert unter den insgesamt elf untersuchten Tablet-Marken. Vier von fünf Apple-Freunden gaben dem iPad die Note 8 oder höher. Weniger als ein Prozent urteilte mit schlechter als 5.

Überraschend landete die im chinesischen Shenzhen ansässige Zenithink Technologies mit 8,75 nur knapp hinter Apple auf dem zweiten Platz. Allerdings ist die Menge der Anwender, die ein Gerät dieses Anbieters besitzt, vernachlässigbar gering. Umso beachtenswert ist der dritte Platz, den Samsung Electronics einheimste. Die Südkoreaner, deren Tablets noch vergleichsweise weit verbreitet sind, kamen auf einen Durchschnittswert von 8,5.

Das iPad-Gesamtpaket bringt den großen Vorteil für Apple

"Apples Wettbewerber im Tablet-Markt haben echte Probleme Produkte herauszubringen, die ein ähnlich gutes Paket wie das iPad bieten. Apples Tablet ist ja als Kombination aus optimierter Hardware, Software, Betriebssystem, Anwendungen, Content und AppStore so erfolgreich”, erklärt Rhoda Alexander, Director für Monitor und Tablet Research bei IHS iSuppli . "Die Konkurrenten sind mit der Tatsache konfrontiert, das US-Konsumenten ihr iPad regelrecht lieben. Besitzer empfehlen ihr Gerät nicht nur weiter, sie werden auch in Zukunft Apple-Tablets kaufen. Die hohe Kundenzufriedenheit stellt für den Wettbewerb eine große Markteintrittsbarriere dar.”

Unter den untersuchten Tablet-Besitzern aus den USA besitzen 79,2 Prozent entweder ein iPad oder ein iPad 2. Immerhin 61 Prozent aller Befragten sagten, ihr nächstes Tablet werde auf jeden Fall ebenfalls ein iPad sein. Gut die Hälfte bekundete, schon binnen der nächsten zwölf Monate erneut einen Tablet-PC, in der Mehrheit ein iPad, zu kaufen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Apples Tablet-Business weiter brummen wird, ist also sehr hoch. IHS iSuppli geht davon aus, dass Apple mindestens bis 2015 die Marktführerschaft halten kann.

Design-Vorteile für Apple

In den 15 Monaten, die es das iPad nun gibt, haben Apples Wettbewerber laut IHS iSuppli nicht die Designeffizienz des Vorbilds erreicht. Die Analysten sind in einer zweiten Untersuchung, die sich auf acht Modelle beschränkte, zu diesem Ergebnis gekommen. Da Apple sowohl Betriebssystem- als auch Hardwaredesign in den eigenen Händen habe, ergäben sich Vorteile, die dem Wettbewerb das Leben schwer machten. "Die Effizienzvorteile werden spürbar auf Gebieten wie Speicher und Batterie: Apple hat geringere Kosten, kann den Platz für Bauteile effizienter nutzen und liegt auch bei der Performance vorn", beobachtet Senior-Analyst Wayne Lam.

Andere Hersteller, die ihr Betriebssystem von Microsoft, Google oder anderen beziehen, müssen laut iSuppli mehr Kompromisse bezüglich der Kontrolle ihrer Designs, Komponenten und Fertigungsprozesse eingehen. "Apple verfolgt bei seinen Produkten einen Kurs der vertikalen Integration, vom Betriebssystem über die Benutzeroberfläche zum Hardwaredesign und zur Auswahl individueller Teile, die verbaut werden", sagt Lam. "Beispielsweise setzen sie auf ein eigenes Anwendungsprozessor-Design für iPad und iPad2, während Anbieter von Android-Tablets dieses Know-how von Firmen wie Nvidia, Texas Instruments oder Qualcomm einkaufen. Apple hat so mehr Kontrolle über weite Teile der Produktentwicklung."

Sparsamer Umgang mit Ressourcen - die User merken nichts

Apples vollständige Kontrolle über das Betriebssystem ermöglicht dem Hersteller laut IHS iSuppli, kleinere Speichereinheiten einzusetzen, ohne dass der User Leistungseinbußen verzeichnen muss. So kann Apple elegant die Herstellungskosten senken. In der gegenwärtigen iPad2-Generation werde ein SDRAM-Speicher mit 512 MB Kapazität verbaut, konkurrierende Designs warten mit 1GB Speicher auf. Apple spart damit pro Gerät rund 14 Dollar im Einkauf. Schon das erste iPad war in Sachen Memory schlechter ausgestattet als die Konkurenz. Die Anwender konnten das ignorieren, da die Leistung immer gestimmt hat.

"Apples iOS geht mit Multitasking anders um als die konkurrierenden Geräte", erläutert Lam. "Die Speicherkapazität, die zur Unterstützung des Mikroprozessors gebraucht wird, kann deutlich geringer ausfallen." Apples geschlossenes und integriertes Management von Produktdesign, Software-Integration und Komponentenauswahl erlaube außerdem eine längere Haltbarkeit der iPad-Batterie, die zudem vom Design her die schmalste sei, die im Markt zu finden ist. (hv)

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