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Apple baut Kooperation mit Best Buy aus

14.11.2006 | 12:54 Uhr |

In den USA baut Apple die Kooperation mit der Handelskette Best Buy aus. Der Probelauf im Sommer ist anscheinend so gut verlaufen, dass die zwei Partner ihre Zusammenarbeit erweitern wollen: Statt in anfangs sechs werde Best Buy schon bald in 47 Geschäften Macs und andere Apple-Produkte verkaufen, schreibt Apple Insider.

Apple achtet dabei peinlichst genau auf die Vorlagen: Wenn auch der nächste Schritt ein Erfolg werden sollte, gäbe es rund 800 weitere Best Buy-Filialen, die sich als amerikanischer Mac-Händler eignen würden.

Das Angebot in den Best Buy-Geschäften wird neben Computern von Displays bis hin zu Software und Zubehör reichen, die ersten Produkte sollen bereits in den nächsten zwei Wochen in den Läden eintreffen. In die Regale packen dürfen die Angestellten die Ware dann allerdings noch nicht: Apple wolle selbst vorbeikommen und auf die Präsentation achten, für die spezielle Plakate und Werbematerialien zur Verfügung stünden. Ein Sprecher der Kette erklärt: "Eines unserer Ziele ist es, Apples Partner der ersten Wahl zu sein, anstatt dass sie sich mit einem unserer Mitbewerber zusammentun. Wir werden Apple beweisen, dass Best Buy der beste Ort ist und die besten Verkäufer hat, um diese Produkte zu verkaufen." In der Hälfte der Filialen wird der Hersteller AppleInsider zufolge eigene "Solution Consultants" einsetzen, die der Mac-Hersteller auch selbst bezahle. Auf diese Solution Consultants treffen Kunden auch in deutschen Elektronik-Warenhäsern: Sie sind an der blauen Kleidung mit Apple-Logo zu erkennen und halten den Anfragen vieler Kunden stand, Beratung zu anderen Produkten zu leisten als denen von Apple. Best Buy biete außerdem Weiterbildungskurse an, die die Mitarbeiter noch im November belegen sollen - mindestens ein "Apple-Experte" pro Geschäft sei Pflicht. MacBooks bekommt Best Buy allerdings erst einmal keine mehr geliefert: Apple wolle sicherstellen, dass die gefragten Notebooks in der Vorweihnachtszeit über die eigenen Vetriebskanäle uneingeschränkt zur Verfügung stehen. Apple hat in diesem Jahr Pilotprojekte mit Circuit City und Best Buy begonnen. Bereits im Juni hatte eine Morgan Stanley-Analystin für Schlagzeilen gesorgt, die die Kooperation für eine bedeutende Chance hielt: 400 Millionen mehr Umsatz könne Apple machen, falls alle 742 Filialen Macs in ihr Angebot mitaufnehmen würden. Macs kann man in den USA bislang in 7.000 Läden kaufen, iPods gibt es an 40.000 Verkaufsstellen.

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