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Apple behebt Probleme bei Quicktime und iTunes

12.07.2007 | 14:20 Uhr |

Produktpflege und Verbesserung der Sicherheit stehen im Fokus der beiden Aktualisierungen, die Apple in der vergangenen Nacht veröffentlicht hat. Das Update auf Quicktime 7.2 behebt insgesamt acht Sicherheitslücken, von denen Mac- wie Windows-Systeme gleichermaßen betroffen waren.

Als "Bonbon" erhält die Multimediasoftware einen neuen H.264-Codec und kann nun Filme im Vollbildmodus darstellen - dies war bislang ein Feature der kostenpflichtigen Version. Für beide Plattformen hat der Hersteller auch eine neue Version von iTunes freigegeben. Sie trägt die Versionsbezeichnung 7.3.1 und widmet sich dem Fehler "(-50)".

Quicktime 7.2: Neuer H.264-Codec, Vollbildmodus und acht gestopfte Sicherheitslöcher

Ohne nähere Details zu nennen stattet Apple Quicktime 7.2 mit einem neuen H.264-Codec aus. Den hoch effizienten Video-Codec nutzt der Hersteller auch für iPod, iPhone und Apple TV und liefert unter anderem Video-Material (Musikvideos, Spielfilme, TV-Sendungen) in diesem Format über den iTunes-Store aus. Nach Jahren erhört Apple die Wünsche seiner Anwender und spendiert dem Quicktime Player endlich auch in der kostenfreien Version die Möglichkeit der Vollbildwiedergabe (Präsentationsmodus). Nach iTunes und der Medienoberfläche FrontRow beherrscht jetzt auch der Standard-Player diese Disziplin, bislang war sie der kostenpflichtigen Pro-Version für 30,49 Euro vorbehalten. Das Update schließt gleichzeitig acht Sicherheitslücken, die in zwei Kategorien einzuteilen sind: Im Info-Dokument beschreibt Apple viermal ein Sicherheitsleck, das entsteht, wenn manipulierte Videos unterschiedlicher Formate (H.264, .m4v, SMIL) durch das bloße Öffnen am Computer ein betroffenes Programm zum Abstürzen bringen und so die Ausführung von Schadcode ermöglichen. Die vier anderen Probleme betreffen Java: Hier hat Apple mit dem Update Lecks geschlossen, die sich beim Besuchen von Web-Seiten mit manipulierten Java-Inhalten zur Ausführung von Schadcode hätten nutzen lassen. Das Quicktime-Update auf Version 7.2 ist für Windows-Anwender handliche 19,3 MB groß, Mac-User laden sich die Universal Binary mit 51,4 MB.

iTunes 7.3.1: Schluss mit dem Fehler "(-50)"

Die iTunes-Version 7.3, die mit der Vorstellung des iPhones erschienen ist, sorgte bei zahlreichen Anwendern für Ärger und Frust. Immer wieder meldete sich der Fehler "(-50)" beim Benutzer und beklagte sich, dass die iTunes-Library-Datei, ein XML-Dokument mit den Einträgen für Wiedergabelisten, nicht gesichert werden könne. Dieses - nach Apple-Angaben - "kleinere Problem" löst das immerhin 33,8 MB große Update für Macs , Windows-User laden sich 47,6 MB . Alle Aktualisierungen sowohl für den Mac als auch für Windows-PCs sind über die Download-Seite von Apple erhältlich, die systemeigene Software-Aktualisierung findet und installiert die Updates ebenfalls. Minimalvoraussetzung für Mac-Anwender ist ein installiertes Mac OS X 10.3.9.

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