2093557

Apple blockiert App-Schnüffelei in iOS 9

25.06.2015 | 14:36 Uhr |

Apple kündigt an, mit iOS 9 Unternehmen die Möglichkeit zu entziehen, die iOS-Geräte der Nutzer nach installierten Apps zu durchsuchen.

Momentan durchsuchen unter anderem Unternehmen wie Twitter und Facebook iPhones und iPads nach installierten Apps, um gezielt Werbung schalten zu können. Kommt bei dem Scan beispielsweise heraus, dass der Nutzer viele Foto-Apps installiert hat, kann auf Basis dieser Daten eine weitere Foto-App angepriesen werden.

Während Unternehmen wie Google immer mehr Daten für eine gezieltere Werbung sammeln und davon auch andere Betriebssysteme, wie Android betroffen sind, betont Apple mit der Blockade des Scan-Features, wie wichtig dem Unternehmen der Schutz der Nutzerdaten ist. Bereits im Rahmen der WWDC-Pressekonferenz betonte Apple, dass das Unternehmen kein Interesse an den Daten der Nutzer habe und mit diesen kein Geld verdienen wolle.

Dass es Werbern momentan überhaupt möglich ist, iOS Geräte nach installierten Apps zu durchsuchen, ist laut Apple darauf zurückzuführen, dass die Unternehmen die sogenannte "canopenURL"-API absichtlich ausnutzen. Damit können Apps abfragen, welche Custom-URLs auf dem Gerät registriert sind. Diese URLs ermöglichen, dass Apps untereinander kommunizieren können, damit beispielsweise ein Befehl mit Parametern wie "maps://…" in Google Maps geöffnet werden kann.

Ein Problem könnte diese neue Politik in iOS 9 auch für die Entwickler vieler kostenloser Apps werden, die auf die Werbeeinnahmen angewiesen sind. Stehen den Werbern die Informationen über die auf den iOS Geräten installierte Software nicht mehr zur Verfügung, könnte die Werbung deutlich ineffektiver ausfallen.

0 Kommentare zu diesem Artikel
2093557