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Apple bringt heute neue Server-Hardware

14.05.2002 | 14:25 Uhr |

Auf der WWDC hat Steve Jobs sie versprochen, vorstellen will sie Apple heute abend: Neue Server-Hardware, die in 19-Zoll-Schränke passt.

München/Macwelt - Diverse Gerüchteseiten berichten übereinstimmend von einer Einladung an die Presse, die Apple für den heutigen Dienstag um 9 Uhr Westküstenzeit (18 Uhr MESZ) ausgesprochen hat. Dabei soll der Mac-Hersteller auf seinem Campus in Cupertiono eine neue Reihe von Rack-mountable Servern vorstellen. Mit Mac-OS X Server hat Apple ein Betriebssystem, das auch profesionellen Ansprüchen an den Server-Einsatz genügt, die Entwicklung schreitet voran, wie die WWDC letzte Woche zeigte.
So bietet laut Phil Schiller, Vizepräsident für weltweites Marketing von Apple, die kommende Server-Version von Jaguar (wahrscheinlich: Mac-OS X 10.2) unter anderem die Möglichkeit, als Server oder Client für Netboot und Netinstall zu arbeiten. Das bedeutet, dass Jaguar-Server entweder andere Macs über ein Ethernet-Netz mit dem Betriebssystem versorgt (Netboot Server) oder sogar von einem anderen Rechner das Server-Betriebssystem beziehen können (Netboot Client). Apple macht Jaguar zu einem Server-Betriebssystem, das man auf einem Mac ohne angeschlossenen Monitor oder Tastatur nutzen kann ("headless operation"). Die Java-Umgebung optimiert Apple besonders für Java-Server-Programme und Apache-Erweiterungen. Dient Jaguar als File- oder Print-Server in einem Firmennetz, kann der Administrator endlich Obergrenzen für die Menge an Speicherplatz pro Benutzer zuweisen - und zwar getrennt für Dateien, für die Druckewarteschlange und für E-Mail. Für große Firmennetze dürfte sich außerdem als praktisch erweisen, dass Jaguar nicht nur die Benutzerinformationen von einer Netinfo-Datenbank lesen kann, sondern auch von einem LDAP-Server oder von Microsofts Open-Directory-Server.
Apples Hardware jedoch lässt sich bisher nur mit Hilfskonstruktionen in 19-Zoll-Schränke einbauen, Dritthersteller wie GVS bieten gar Apple-Komponenten man, die in ein passendes Gehäuse geschraubt sind ( macwelt.de berichtete ). Da liegt es durchaus nahe, dass Apple selbst Rechner für 19-Zoll-Racks anbieten will. Vorerst werden sich Anwender aber mit Mac-OS X Server in Version 10.1.4 oder 10.1.5 begnügen müssen

Die Spekulationen über die technische Ausstattung der Rechner gehen weit. So fabuliert Architosh.com von einem Rechner mit sechs 1GHz-Prozessoren, wovon vier davon Motorolas Power PC 8540 sein sollen, einer der Kandidaten, den Apple als G5 bezeichnen könnte. Die beiden anderen CPUs sollen die schon jetzt verbauten Apollos sein. Warum Apple auf einen Prozessorenmix setzen will, begründet Archintosh abenteuerlich. Mac-OS X sei dafür ausgerüstet, Aufgaben an verschiedenartige Prozessoren zu verteilen, das Dateisystem HFS+ sei in der Lage, Daten die Notwendigkeit einer Behandlung durch die Altivec-Einheit zuzuweisen. Nur "weil er da war", will Sir Edmund Hillary ja auch den Mount Everest bestiegen haben.
In welchen Konfigurationen aber Apple wirklich die neuen Server anbieten wird, lesen Sie heute abend auf macwelt.de.

Während Apples Server nur in den technischen Details überraschen könnten, freuen sich die üblichen Auguren bereits auf ein neues iBook. So will Think Secret von Distributoren über den End-of-Life-Status des derzeitigen Modells erfahren haben. Zudem führt die Gerüchteseite nicht näher genannte Apple interne Quellen an, die ein baldiges Update des Mobilrechners bestätigt haben. An der seit dem 1. Mai 2001 bestehenden äußeren Form wird sich laut O' Grady's Powerpage nichts ändern, Apple wird auch weiterhin die Wahl zwischen einem 12-Zoll- und einem 14-Zoll-Display lassen. Letzteres könnte jedoch eine höhere Auflösung bekommen. Nach wie vor soll Apple auch G3-Prozessoren in die "IceBooks" einbauen, diese sollen mit Taktraten von 600 MHz und 800 MHz arbeiten. pm/wm

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