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Apple einigt sich mit Proview über die Markenrechte fürs iPad

02.07.2012 | 09:56 Uhr |

Der Gerichtsstreit mit dem insolventen Display-Hersteller dauert sein 2009. Nun haben Apples Anwälte einen Vergleich vor Gericht erzielt.


Für die chinesischen Markenrechte auf die Bezeichnung „iPad“ muss Apple immerhin 60 Millionen US-Dollar zahlen. Dies hat laut Associated Press das oberste Bezirksgericht von Guangdong in China beschlossen.


Proview, ein Hersteller von LCD-Displays, sicherte sich den Namen „iPad“ bereits 2001. Allerdings wird inProviews Heften ein Gerät beschrieben, das eher an einen iMac der ersten Stunde erinnert und fast nichts Gemeinsames mit den aktuellen Tablets hat.
Apple kaufte den Namen bei Proviews taiwanesischer Tochterfirma mit dem Sitz in Hong Kong. Die Mutterfirma in China argumentiert seitdem, dass die Verantwortlichen in Shenzen von dem Kauf nichts gewusst hatten, somit seien diese Markenrechte weiterhin im Besitz von Proview.


Die Gerichtsverhandlungen zwischen Apple und Proview haben zuletzt im Februar dieses Jahres für Aufruhr gesorgt: zeitweise wurde der Verkauf des iPad in Shanghai verboten, zudem wollte die chinesische Firma, dass Apple für die angebliche Verletzung der Markenrechte eine Strafe in Höhe bis zu 400 Millionen US-Dollar zahlt.


China wird als Absatzmarkt für Apple immer wichtiger. Die lokalen Apple Stores kommen bei den Verkaufsstarts von beispielweise neuen iPhones der Nachfrage kaum nach. Das neueste Modell, iPhone 4S, konnte man in China offiziell erst im Januar 2012 kaufen. Bis dahin zahlten die chinesischen Kunden teilweise abenteuerliche Preise von bis zu 2.000US-Dollar . In einem Apple Store in Peking kam es gar zu wütenden Auftritten der Kunden, da der Verkaufsbestand des neuen iPhone 4S nicht mal für die Kaufwilligen in der Schlange vor dem Store reichte.

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