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Apple eröffnet 64-Bit-Ära mit dem G5

23.06.2003 | 22:21 Uhr |

Wenig überraschend war das Highlight der heutigen WWDC-Eröffnung, da die Spekulationen der letzten Tage sich als richtig erwiesen hatten. Der G5 ist ein Rechner, auf den Profis gewartet haben.

"Sie haben es vielleicht schon im Internet gesehen, und ich bin gekommen, um es Ihnen zu bestätigen: ja, es ist war," kommentierte Steve Jobs das Leck im Apple-Store, durch das letzte Woche Informationen über den G5 gesickert waren. Nachdem sich Jobs fast 90 Minuten in seiner Keynote zur WWDC mit Mac-OS X 10.3, den neuen Features und Komponenten des Betriebssystems und mit der Video-Kamera iSight beschäftigt hatte, kam der Apple-Chef mit den legendären Worten "One more thing" zum Kern der Präsentation.
Mit den drei Modellen der Power-Mac-Familie, die mit dem
64-Bit-Prozessor PowerPC 970 von IBM arbeiten, liefert Apple nach Worten seines CEO "den schnellsten Personal Computer der Welt aus."

Nicht nur mit dem Power PC 970 von IBM, der zunächst in Taktraten von 1,6 GHz, 1,8 GHz und 2 GHz (Dual-Prozessor-Maschine) zum Einsatz kommt, präsentiert sich neues Innenleben im Power Mac G5. Die gesamte Architektur habe man in den letzten beiden Jahren gemäß der Hypertransport-Richtlinien überarbeitet, verkündete Jobs. So hat der G5 einen 1 GHz-Frontside-Bus und kann bis zu 8 GB an RAM verwenden. AGP 8x für die Grafik und PCI-X sorgen für höhere Datendurchsatzraten, ein Punkt-zu-Punkt-System-Controller sorgt für die Bewegung von Daten zwischen einzelnen Subsystemen. Die Festplatten gehorchen dem Standard Serial ATA und sind in den Kapazitäten von 80 GB, 160 GB und 160 GB in den drei Modellen verbaut, der RAM ab Werk beträgt 256 MB, 512 MB und 512 MB.

An Schnittstellen bieten die neuen Power Macs Firewire 800 (2 mal an der Rückseite des gehäuses), Firewire 400 und USB 2.0 (an der Vorderseite) sowie über die Tastatur USB 1.0. Besonders für den Einsatz im Tonstudio interessant sind die optischen Audio Ein- und Ausgänge.

Alle drei Power Macs kommen mit einem 4fach-DVD-Brenner und Mac-OS X 10.2, das noch mit 32Bit arbeitet. Das 64-Bit-Betriebssystem Mac-OS X 10.3 (Panther), von dem Entwickler eine Preview-Version von der WWDC mitbringen, soll erst im Laufe des Jahres erscheinen.

Die neue Systemarchitektur, die zur Zeit Taktfrequenzen bis zu zwei Gigahertz erreicht, wird Apple nach Ansicht von Experten in die Lage versetzen, die derzeit klaffende Geschwindigkeitslücke zu aktuellen Spitzen-PCs mit Chips von Intel oder AMD zu schließen. Apple selbst verspricht, innerhalb der kommenden 12 Monate zusammen mit IBM die Taktrate auf 3 GHz steigern zu können.

Im deutschen Apple-Store kosten die Power Macs G5 2.202 Euro, 2.550 Euro und 3.264 Euro.

:Erste Bilder vom G5 finden Sie hier...

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