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Apple fährt 770 Millionen US-Dollar Gewinn ein

26.04.2007 | 10:03 Uhr |

Apple hat ein weiteres Rekordergebnis zu vermelden: Das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2006/2007 war das bisherbeste März-Quartal der Unternehmensgeschichte des Mac-Herstellers. Analysten hatte der Gewinnsprung überrascht, die Apple-Aktie legte deutlich zu

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Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2006/2007 hat Apple bei einem Umsatz von 5,26 Milliarden US-Dollar einen Gewinn von 770 Millionen US-Dollar erzielt, hat der Mac-Hersteller gestern nach Börsenschluss bekannt gegeben. Gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres mit 410 Millionen US-Dollar Gewinn bei 4,36 Milliarden US-Dollar Umsatz bedeutet das einen Gewinnzuwachs von 87,8 Prozent und ein Umsatzplus von 20,6 Prozent. Das heurige März-Quartal war für Apple das profitabelste zweite Quartal seiner Geschichte. Der Gewinn pro Aktie lag bei 87 Cent, die Wall Street hatte mit 64 Cent kalkuliert. Die ungewöhnlich hohe Gewinnmarge erklärt Apple mit niedrigen Komponentenpreisen, etwa für NAND-Flash-Speicher. Für die nächsten Quartale sei wieder weniger Gewinnmarge zu erwarten. Das Ausland trug zu 43 Prozent zu Apples Umsätzen bei.

Im Berichtszeitraum lieferte Apple 1,517 Millionen Macs aus (plus 36 Prozent) und verkaufte 10,549 Millionen iPods (plus 24 Prozent). "Der Mac gewinnt klar Marktanteile hinzu, bei einem dreimal so starkem Wachstum wie der Rest der Industrie," freut sich Apple-CEO Steve Jobs in einer Pressemitteilung. Die Company freue sich zudem auf die Veröffentlichung des iPhone "Ende Juni". Apple werde dann nach und nach neue Software für das iPhone veröffentlichen. Auch die Settopbox Apple-TV wolle man mit neuen Softwarefeatures erweitern.

Musikprodukte tragen mittlerweile zu 44 Prozent zum Gesamtumsatz bei, erklärte Apples Finanzchef Peter Oppenheimer auf der Bilanzpressekonferenz. Insbesondere der iTunes Store habe zu dem 35-prozentigem Wachstum seinen Anteil geleistet.

Für das laufende Quartal erwartet Apple einen Umsatz von 5,1 Milliarden US-Dollar bei einem Gewinn von 66 Cent pro Aktie. Den Umsatzrückgang erklärt Apple mit saisonalen Effekten.

In der Bilanzkonferenz dementierte COO Tim Cook Personalprobleme, die das Verschieben von Mac-OS X 10.5 Leopard auf den Oktober zur Folge hatten. Es sei von Anfang an geplant gewesen, die Ressourcen der Systementwicklung auch für das iPhone einzusetzen, nur habe der Prozess länger als erwartet gedauert.

Apple könne derzeit nicht sagen, ob die Produktionskapazitäten für das iPhone ausreichen. Die Nachfrage nach einem Produkt sei sehr schwer schon vor dessen Auslieferung abzuschätzen, erklärte Cook. Gemäß dem Vorbild des iPod wede Apple auch für das iPhone Zubehör verkaufen und dafür nennenswert Platz in den Regalen seiner Apple Stores schaffen, kündigte Oppenheimer an.

Macs sind nach Ansicht des Apple-CFO zu einem "wettbewerbsfähigen Preis zu haben", mit Ausnahme von Japan sei ihr Marktanteil weltweit im letzten Jahr gestiegen. Japan sei generell ein schwieriger Markt für Apple, dort wachse auch der Markt für MP3-Player nicht.

Schon vor Bekanntgabe des Rekordgewinns von war die Apple-Aktie an der Nasdaq deutlich im Wert gestiegen. Nach einem Plus von 2,11 US-Dollar oder 2,26 Prozent ging das Papier mit 95,35 US-Dollar in New York aus dem Handel. Im nachbörslichen Handel legte das Papier noch kräftig zu und kletterte über die 100-Dollar-Marke auf neue Allzeithöchstwerte.

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