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Apple und Psystar einigen sich in Urheberrechtsstreit

02.12.2009 | 10:36 Uhr |

Psystar ist damit einverstanden, in Zukunft keine Rechner mehr mit Mac-OS X zu verkaufen. Außerdem zahlt das insolvente Unternehmen Schadensersatz an Apple.

Psystar Mac-Klon
Vergrößern Psystar Mac-Klon

In einer außergerichtlichen Einigung haben Apple und Psystar den Streit um Urheberrechte an Mac-OS X teilweise beigelegt. Anfang November sprach Richter William Alsup am Bezirksgericht von Nordkalifornien Psystar schuldig , mit der Installation von Mac-OS X auf seine Open Computer nicht nur Apples Urheberrechte zu verletzen, sondern auch gegen den Digital Millenium Copyrights Act (DMCA) zu verstoßen. Apple beantragte daraufhin eine Verfügung, die Psystar den weiteren Verkauf seiner Computer verbieten und zur Zahlung eines Schadensersatzes verpflichten sollte. In der Vereinbarung mit Apple verspricht Psystar nun, in Zukunft keine Rechner mehr mit vorinstalliertem Mac-OS X zu verkaufen und verpflichtet sich weiter zur Zahlung eines Schadensersatzes in bisher nicht bekannter Höhe.

Eine Hintertür für Psystar lässt die Vereinbarung laut unserer Kollegen der Computerworld jedoch offen: Die Software Rebel EFI , mit der die Installation von Mac-OS X auf einem herkömmlichen PC erst möglich wird, kann Psystar weiter verkaufen. Das in Florida ansässige Unternehmen betont, mit dem Tool nur eigene Software zu verkaufen. Rechner wird Psystar künftig ohne vorinstalliertes Mac-OS X 10.6 verkaufen und auch keine Kopie beilegen. Im Gegenzug will Apple alle noch anhängigen Klagen gegen Psystar fallen lassen. Die Verantwortung für die Verletzung der Urheberrechte an Mac-OS X 10.6 sollen künftig also die Kunden übernehmen, die mit Hilfe von Rebel EFI auf herkömmliche PCs bei Apple gekaufte Betriebssystem installieren. Der Rechtstreit zwischen Apple und Psystar hatte sich rund 17 Monate lang hingezogen.

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