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Apple gewinnt mit Software und Music Store

17.07.2003 | 15:03 Uhr |

Eine Analyse der gestern veröffentlichten Zahlen zeigt, dass Apple zwar viele gute Ansätze macht, sich neue Einnahmequellen zu erschließen, die Verluste im Kerngeschäft jedoch nicht kompensieren kann.

Am gravierendsten ist der Rückgang beim Absatz der Desktop-Macs. Konnte Apple im 3. Geschäftsjahresquartal 2002 noch 167 000 Power Macs absetzen, waren es im Vorquartal nur noch 156 000 und aktuellen 3. Quartal 133 000 Power Macs. Insgesamt tragen die Power Macs mit einem Umsatz von 234 Millionen US-Dollar zum Gesamtergebnis bei.

Dieses Ergebnis hofft Apple natürlich mit den neuen Power Macs G5 in den nächsten Quartalen wieder zu verbessern, die Erwartungen von Apples Finanzchef Fred Anderson bleiben jedoch realistisch: Während das Unternehmen zu seinen besten Zeiten bis zu 350 000 Power Macs in einem Quartal verkaufen konnte, hat man Anderson zufolge jetzt ein Verkaufsziel von 200 000 Rechnern im Visier.

Ursache dafür sei unter anderem auch der Trend zu mobilen Rechnern, der im Mai dieses Jahres erstmals dazu geführt hatte, dass in den USA mehr Notebooks als Destop-PCs verkauft wurden. Bei Apple scheint dieser Turnaround noch nicht ganz geschafft, die Powerbook-Verkäufe stiegen Anderson zufolge zwar um 71 Prozent, die iBooks und Powerbooks machen mit 46 Prozent nach Angaben des Unternehmens aber erst knapp die Hälfte aller im 3. Geschäftsjahresquartal verkauften Rechner aus.

Ein unerfreuliches Bild auch bei den Desktop-Rechnern im Consumer-Bereich. Obwohl die iMacs und eMacs mit einem Umsatz von 301 Millionen US-Dollar immer noch der größte Einzelposten in Apples Bilanz sind, ging der Absatz um knapp ein Viertel auf 287 000 Stück zurück. Dazu kommt, dass Apple bei den iMacs und eMacs aufgrund der aggressiven Preispolitik immer weniger Gewinn macht.

Anderson bestätigte, dass Apple im August mit der Auslieferung der neuen G5 beginne, und erhoffte sich von den neuen Rechnern zusammen mit dem Erscheinen von Quark Xpress für Mac-OS X "einen solide Basis für künftiges Wachstum". Die Anwender hätten für beide Produkte starkes Interesse gezeigt.

Gut entwickelt hat sich der Absatz an Peripherie und "anderer Hardware" er stieg in 12 Monaten um 93 Prozent und macht jetzt 285 Millionen US-Dollar Umsatz. Dazu beigetragen hat der gute Verkauf der iPods, der sich im letzten Jahr knapp vervierfacht hatte.

Einen schwachen europäischen und japanischen Markt machte Anderson außerdem dafür verantwortlich, dass der Anteil der internationalen Verkäufe von 42 auf 39 Prozent zurückgegangen sei.

 

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