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Apple kauft Zayante auf

05.04.2002 | 13:12 Uhr |

Mit der Übernahme des Firewire-Spezialisten will Apple nach Ansicht von Experten den Nachfolger IEEE 1394b vorantreiben. Schlechte Nachrichten für USB 2.0.

München/Macwelt - Apple hat den Firewire-Spezialisten Zyante aufgekauft. Mit der Übernahme will Apple laut Hardware-Chefentwickler John Rubinstein sein Engagement für den Standard IEEE 1394 weiter ausbauen. Prashant Kanhere, CEO des 1996 gegründeten Herstellers, soll in Zukunft für Apple die Firewire-Technologien vorantreiben. Über Details der Akquise hat Apple bislang Stillschweigen bewahrt.

Zayante stellt Hardware, Software und Test-Lösungen für OEM-Hersteller von Firewire-Geräten unter dem Markennamen Thirteen Ninety-Four (TNF) her.
Mit der Firma kommt ehemaliges Personal zu Apple zurück. Zayante-Mitbegründer Michael Johas Teener war bei Apple zuvor Firewire-Chefentwickler und ist derzeit federführend mit dem Firewire-Nachfolger IEEE 1394b beschäftigt als Co-Vorsitzender der "P1394 Arbitration and Port Task Group". Zayante hatte bereits Mitte letzten Jahres als einziger Anbieter funktionstüchtige Chips parat, die dem neuen Standard genügen.

Der Firewire-Nachfolger dürfte nach Ansicht von Experten auch der Hauptgrund für die Übernahme der High-Tech-Firma sein. IEEE 1394b soll Datenübertragungsraten von mindestens 800 Megabits pro Sekunde (Mbps) erlauben. Weitere Ausbaustufen sollen gar 1,6 Gbps und - über Kupferdrähte - 3,2 Gbps erreichen. Die maximale Länge einer Verbindung über Firewire 2 soll etwa 30 Meter betragen.

Nach Ansicht von James Wiebe, Präsident des Herstellers von Firewire-Laufwerken Wiebe Tech, will Apple mit der Übernahme vor allen Dingen dem Standard USB 2.0 eine klare Absage erteilen. Mit Datentransferraten von maximal 480 Mbps könnte sich dieser auf die Dauer als hartnäckiger Konkurrent der bisherigen Firewire-Schnittstelle etablieren, die 400 Megabit pro Sekunde übertragen kann. Mit IEEE 1394b habe Apple "direkten Zugriff auf IP, das alle Hochgeschwindigkeitsaspekte des Digital Hub jetzt und in der vorhersehbaren Zukunft untertstützt," sagte Wiebe der Website newsfactor.com. pm

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