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Apple könnte an einem Logic-Nachfolger basteln

06.03.2007 | 09:46 Uhr |

Peter Kirn, einer der Autoren des "Create Digital Music"-Blogs, fragt sich, was Apple mit Logic vor hat. Informationen von Apple hat er zwar nicht vorliegen - dafür aber den Blog-Eintrag eines ehemaligen Emagic-Mitarbeiters: Philippe Brodu glaubt nicht, dass die nächste Version der Musik-Software Logic den selben Namen tragen wird. Auch Oberfläche und Bedienung würden nicht die gleiche bleiben.

Die aktuelle Logic-Version 7 stammt im Wesentlichen noch aus dem Jahr 2004, Apple hatte die Software zwei Jahre zuvor zusammen mit der Herstellerfirma Emagic übernommen. Dass ein Nachfolger auf sich warten lasse, wertet nicht nur das "Creative Digital Music"-Blog als Indiz für eine Neuentwicklung in Cupertino - auch die Anwender der Software fragen sich, was Apple wohl in der Zwischenzeit für Neuerungen entwickelt hat. Sicher ist sich Kirn, dass Apple den Musik-Markt auch in Zukunft noch ernst nehmen werde - und sich auch um Musiker und nicht nur um Audio-Produzenten aus dem Video-Markt kümmern wird. Allerdings sei denkbar, dass sich die Entwickler mit dem Logic 8-Nachfolger deshalb so viel Zeit nähmen, weil die nächste Version sich der typischen Mac-Haptik annähern soll. Im Vergleich zu anderen Profiprodukten wie Final Cut Pro und Aperture falle die Bedienung aus dem Rahmen. Bei aller Spekulation dürfe man allerdings die Andeutungen von Apple-Entwicklern nicht vergessen, die Anpassung an Intel-Macs gestalte sich schwieriger als zunächst angenommen. Ob Apple mit der neuen Software ebenso wie mit iLife '07 auf Mac OS X 10.5 Leopard wartet, um Technologien der nächsten OS-Version zu nutzen, bleibe abzuwarten. Jedoch ist sich Kirn nicht sicher, wie Logic genau von Leopard profitieren könnte - Core Animation und Quartz Composer seien eher für grafische Spielereien zu gebrauchen. Ein ganz neues Programm hält Kirn aber für ausgeschlossen: Der Name "Logic" höre sich deutsch und nach elektronischer Musik an, doch selbst bei einer Namensänderung werde Apple den Kern des Produkts beibehalten. Immerhin nutze der Mac-Hersteller den Software-Unterbau auch für die abgespeckte iLife-Version von Logic, Garage Band. Da Kirn nicht den Anspruch erhebt, verlässliche Vorhersagen zu treffen, spekuliert er zum Schluss auch noch über eine neue Eingabemethode für die nächste Logic-Generation: Einen Touchscreen von Apple hält er zwar für unwahrscheinlich, angesichts eines passenden Patents von Apple aber nicht für ausgeschlossen. Immerhin sammle Apple doch gerade mit dem iPhone Touchscreen-Erfahrungen.

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