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Apple lässt deutsche iTunes-Fans versauern

09.03.2001 | 00:00 Uhr |

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Mit iTunes hat Apple ein nützliches Programm rund um die Musik veröffentlicht - Internet-Radio, MP3-Player und Encoder sowie CD-Mastering in einer Anwendung sind einfach eine gelungene Kombi. Umso unverständlicher ist es, dass deutsche Mac-Besitzer noch eine Weile außen vor bleiben müssen.

Die erste vorgestellte iTunes-Version funktioniert nur mit den von Apple intern verbauten CD-Brennern und "Superdrives" (DC/DVD-R-Kombi). Sie wird zwar inzwischen mit neuen Rechnern ausgeliefert, steht aber nicht zum Download für jedermann zur Verfügung (und würde den meisten ja auch nichts nützen). In den USA gibt es bereits ein Release 1.1, das zusätzlich über 30 gängige externe Brenner unterstützt. Entgegen sonstiger Gepflogenheiten verweigert das Installationsprogramm der frei verfügbaren Software auf einem deutschen Mac-OS seinen Dienst (obwohl das Programm anstandslos damit funktioniert). Zudem verwendet Apple ein integriertes Fremdprodukt statt des üblichen hauseigenen Installers, der die Daten in einem separaten Archiv vorhält, aus dem sie sich mit Hilfe von Freeware-Tools extrahieren ließen.

Macht nichts, dachten sich die meisten deutschen Macianer, denn auf seiner Site kündigte Apple bis gestern an, eine lokalisierte Version von iTunes 1.1 werde "Ende Februar" zum Download bereitliegen. Daraus ist nun kommentarlos plötzlich "März" geworden, "Ende" bleibt.

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