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Apple liebäugelt mit dem Videospiele-Markt

06.12.2006 | 11:10 Uhr |

Der Playstation aus dem Hause Apple könnte ein Zwischending aus Mac mini und der angekündigten Streaming-Box "iTV" werden und die mobile Variante eines GameBoy aus Cupertino dem vermuteten, bald erscheinenden iPod mit Vollbildschirm entwachsen.

Das spekuliert jedenfalls Jesse Tortora, Analyst des Investmenthauses Prudential. Apple Insider zitiert ihn mit der warnenden Einschätzung, dass in diesem Geschäftsfeld mit dem Hardware-Verkauf, dem traditionellen Standbein Apples, jedoch nur wenig Geld zu machen ist - die Spiele machen den Gewinn aus.

"Apple müsste entweder darauf vertrauen, mit dem Verkauf von Spielen und Download-Filmen den Verlust aus dem Hardwaregeschäft wett zu machen - oder eine Strategie entwickeln, tatsächlich Gewinn aus der Hardware zu erzielen." Dies ließ der Analyst am Montag Kunden seines Hauses wissen und wies darauf hin, dass Microsoft für die Xbox 360 bereits einen Spielfilmdienst anbietet ( wir berichteten ) und Sony wahrscheinlich folgen werde. Durch die Konkurrenz der Spielekonsolen mit deren Zugriff auf digitale Medien-Angebote im Internet sieht Tortora langfristig eine Bedrohung für den iTunes Store sowie die Verkaufszahlen der iPod-Modelle und der für Anfang des Jahres angekündigten "iTV"-Box. Apple müsse jetzt eine Entscheidung fällen, ob man sich auf das Schlachtfeld um das "digitale Heim" begeben wolle, wo Microsoft und Sony bereits kämpfen, oder man bei der bisherigen Strategie bleibe. Als Indiz für den baldigen Eintritt in das Marktsegment sieht der Analyst Einstellungen von Spieleentwicklern bei Apple sowohl für Hard- als auch Software.

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